Strategien gegen Gewalt Präventionsstiftung weitgehend gescheitert

Mit großen Ambitionen haben Bund und Länder 2001 die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention ins Leben gerufen. Doch die geplanten Ziele wurden nicht erreicht - weil es an Geld und Personal mangelte.


Hamburg - Zwei Bundesinnenminister haben sich daran versucht - offenbar ohne Erfolg: Die von Bund und Ländern mit großen Erwartungen 2001 ins Leben gerufene Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention ist unter der Leitung von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seinem Vorgänger Otto Schily (SPD) weitgehend gescheitert. Dem Forum ist es offenbar nicht gelungen, die geplanten Aufgaben zu erfüllen, zum Beispiel Strategien gegen Jugendgewalt zu erarbeiten.

Wie aus einem internen Schreiben hervorgeht, fehlte es an Geld und Personal. Als Konsequenz wurde auf der jüngsten Kuratoriumssitzung beschlossen, auf kleinstem Nenner weiter zu machen. So sollen nur noch im Einzelfall eigene Projekte begonnen werden. Originäre Aufgaben wie die Pflege einer Datenbank, in der Einrichtungen der Präventionsarbeit zusammengefasst werden, laufen weiter.

Andreas Ulrich



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