Studie Mehr Atomwaffen als bekannt in Deutschland

Auf dem Boden der Bundesrepublik lagern laut einem Bericht des "Stern" offenbar deutlich mehr Atomwaffen, als bisher bekannt war. Allein auf der US-Airbase in Ramstein sind demnach 130 Bomben stationiert - bislang war man von 65 in ganz Deutschland ausgegangen.


Hamburg - Der "Stern" beruft sich in seinem Bericht auf eine Studie des Natural Resources Defense Council, eine führende Organisation für Atomwaffen-Recherche. Demnach liegen in Ramstein 130 Atombomben, in Büchel in der Eifel auf dem dortigen Fliegerhorst weitere 20. Die USA geben die Zahl ihrer Atomwaffen in Deutschland nicht bekannt.

Der Zeitschrift zufolge werden die Spezialeinheiten, die sämtliche US-Atomwaffen in Europa bewachen, jetzt von der Luftwaffenbasis Spangdahlem in der Eifel aus kommandiert. Weiter heißt es, die technische Wartung erfolge nach wie vor von Ramstein aus. Ihr Training absolvieren die amerikanischen Soldaten auf dem Bombenabwurfplatz Siegenburg in Bayern mit Übungsmunition.

Laut "Stern" sind die hier im Land gelagerten Atombomben inzwischen auch für Einsätze der US-Armee außerhalb der Nato vorgesehen, etwa gegen Massenvernichtungswaffen im Mittleren Osten.



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