Sturmtief "Axel" 25 Millionen Euro für Schäden an der Ostseeküste

Mecklenburg-Vorpommern legt einen Hilfsfonds für die Sturmschäden an seiner Ostseeküste auf: Die Fraktionen von SPD und CDU einigten sich auf ein 25-Millionen-Euro-Paket zur Sanierung von Stränden und Wegen.

Abgebrochenes Küstenstück in Zempin auf Usedom
DPA

Abgebrochenes Küstenstück in Zempin auf Usedom


Zur Beseitigung der Sturmflutschäden an Stränden, Wegen und Straßen in Mecklenburg-Vorpommern legt das Land einen Hilfsfonds auf. Er soll mit bis zu 25 Millionen Euro gefüllt sein, teilten die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von SPD und CDU in Schwerin mit.

Das Umweltministerium steuere aus seinem Haushalt bis zu zehn Millionen Euro bei, das Wirtschafts- und das Innenministerium jeweils bis zu fünf Millionen Euro. Weitere bis zu fünf Millionen Euro sollen im Bedarfsfall aus dem Landeshaushalt zusätzlich bereitgestellt werden.

Mit einem Dringlichkeitsantrag zur nächsten Landtagssitzung wollen die Fraktionen von SPD und CDU dafür die nötigen Grundlagen schaffen, wie es hieß.

Die stärkste Sturmflut an Deutschlands Ostseeküsten seit zehn Jahren hat in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Straßen und Keller überschwemmt und die Küsten schwer beschädigt. Besonders getroffen wurden am Mittwochabend die Inseln Usedom und Rügen mit Abbrüchen an Steilküsten und Dünen.

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Auf Rügen am Strand von Binz und Prora brachen drei bis acht Meter Düne ab, Strandaufgänge wurden zerstört, berichtete der Binzer Bürgermeister Karsten Schneider. Auf Usedom verursachte die Sturmflut vor allem zwischen Zempin und Koserow schwere Schäden. Koserows Bürgermeister René König sagte dem NDR, der Ort habe "vier bis fünf Meter Düne verloren".

Auch im schleswig-holsteinischen Heiligenhafen wurde viel Sand weggespült. Dagegen kamen die Ostsee-Städte von Flensburg über Lübeck, Wismar und Rostock bis Stralsund trotz sehr hoher Wasserstände von bis zu 1,83 Meter "über Normal" relativ glimpflich davon. An der Ostsee lagen Mittwochabend vielerorts Pegelstände zwischen 150 und 170 Zentimeter höher als üblich.

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cht/dpa



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