Stuttgart 21 Polizei löst Sitzblockade am Bahnhof auf

Trotz der Schlichtungsgespräche gehen die Protestaktionen gegen Stuttgart 21 weiter: Mit einer Sitzblockade vor dem Hauptbahnhof demonstrierten über hundert Menschen gegen das Milliardenprojekt. Die Polizei löste die Blockade auf.

Sitzblockade in Stuttgart: Protest gegen das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21
dapd

Sitzblockade in Stuttgart: Protest gegen das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21


Stuttgart - Gegner von Stuttgart 21 haben am Dienstag mit einer Sitzblockade vor dem Hauptbahnhof gegen das umstrittene und milliardenteure Bauprojekt protestiert. Zwischen 120 und 130 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben am frühen Morgen an der Zufahrt zu einer Baustelle. Mehrere Protestierende hinderten den Angaben zufolge Lastwagen an der Einfahrt. Polizeibeamte hätten schließlich 57 Menschen, die sich an der Blockade beteiligt hätten, weggetragen, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstranten würden wegen Nötigung angezeigt.

Ein ursprünglich für Dienstag geplanter Besichtigungstermin mit Stuttgart-21-Gegnern im Südflügel des Bahnhofs wurde derweil um einen Tag verschoben. Dies sei auf Wunsch des Schlichters Heiner Geißler geschehen, der am Dienstag keine Zeit gehabt habe, sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen das Bahnprojekt, Gangolf Stocker.

Die Projektgegner hatten beim Schlichtungsgespräch am Freitag die Frage aufgeworfen, ob die derzeitigen Arbeiten im Südflügel von den für das Schlichtungsverfahren vereinbarten Regeln gedeckt sind. Nach Angaben der Bahn handelt es sich um Maßnahmen zur Gebäudesicherung - zur Klärung wurde der Besichtigungstermin vereinbart. Beide Seiten hatten sich vor Beginn der Schlichtung darauf geeinigt, dass während der Schlichtungsgespräche eine Friedenspflicht besteht. Demnach sind nur einzelne festgelegte Arbeiten erlaubt.

hut/AFP



insgesamt 32 Beiträge
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CHANGE-WECHSEL 02.11.2010
1. es ist bald soweit
Zitat von sysopTrotz der Schlichtungsgespräche gehen die Protestaktionen gegen Stuttgart 21 weiter: Mit einer Sitzblockade vor dem Hauptbahnhof demonstrierten über 100 Menschen gegen das Milliardenprojekt. Die Polizei löste die Blockade auf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,726731,00.html
Am 27. März 2011 sind Landtagswahlen. Es ist zu hoffen, dass die Generation der Nachplapperer nicht wieder die CDU/FDP wählt. Es wäre sehr gut für die Bundespolitik, wenn die FDP nicht mal die 5% Hürde schafft. Doch leider gibt es zu viele Reiche Steuerbetrüger in Baden-Württemberg, die von der Klientel Politik der FDP profitieren. Wollen wird nicht zu viel verlangen. Es reicht schon, wenn die Diktatur aus CDU/FDP entmachtet wird. Wahrscheinlich beginnen diese jetzt schon damit, in den Ministerien Akten zu vernichtet, damit nach dem Regierungswechsel nicht allzu viel vom mafiosen Filzmüll an die Öffentlichkeit gerät.
genugistgenug 02.11.2010
2. Schlichtung? Wo?
Zitat von sysopTrotz der Schlichtungsgespräche gehen die Protestaktionen gegen Stuttgart 21 weiter: Mit einer Sitzblockade vor dem Hauptbahnhof demonstrierten über 100 Menschen gegen das Milliardenprojekt. Die Polizei löste die Blockade auf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,726731,00.html
was für Schlichtungsgespräche? Es wird doch nur geratscht, Essen in sich reingestopft und nichts soll dabei rauskommen. denn die eine Seite hat sich ja mit der Bedingung an den Tisch gesetzt dass man über Farbgebung reden kann, gebaut wird aber auf jeden Fall. Es geht nur darum eine gute Figur zu machen und den BLUTIGEN DONNERSTAG in Vergessenheit zu bringen. Kurz vor der Wahl dürften die Hauptverantwortlichen für dieses Massaker an der Demokratie irgendwo noch ein Apfelbäumchen pflanzen - pressewirksam natürlich. ------------------------------------------- Vermutlich werden auch bereits die letzten Versorgungsposten und Beförderungen verschoben
Walther Kempinski, 02.11.2010
3. Stuttgart-Gegner
Gegner des Projekts, haben nicht verstanden, wie wichtig S21 für die Stadt und die Region ist. Der Bahnhof K20 hat sehr viele Nachteile, die man als Zugpendler eigentlich kennen sollte und die durch K21 nicht beseitigt werden können. Allein schon die Tatsache, dass im Winter die oberirdischen 255 Weichen regelmäßig einfrieren und dass dann der gesamte Fahrplan in Ba-Wü in sich kollabiert, ist schon für sich genommen ein Grund, diesen Molloch in den Untergrund zu verlegen. Aber natürlich ist dies nicht der einzige Grund. Übrigens, Stuttgart hat schon einen Tiefbahnhof, nämlich den S-Bahnhof. Dieser liegt sogar tiefer als S21. Dies bedeutet, dass alle "Argumente", die mit unterirdischen Bahnhöfen zu tun haben (Grundwasser, Anhydrit etc) sind allein schon durch diese Tatsache obsolet.
JeZe, 02.11.2010
4. ...
Ich finde mittlerweile entlarven und disqualifizieren sich die "Gegen alles"-Schreiber hier von selbst. Bei den Schlichtungsgesprächen wird doch nun wirklich in erstaunlich sachlichem Rahmen alles vorgetragen und diskutiert. Inzwischen haben beide Parteien Punkte und Argumente vorgetragen, die sinnvoll erscheinen. Ich als S21-Befürworter habe in dieser sachlichen Atmosphäre auch manche Anliegen der Gegner nachvollziehen können. Andere Punkte hingegen hat die Bahn entkräftet. In solch einem geiste, wie er momentan herrscht, kann man doch jeder Partei sehr viel erreichen – sie muss nur dazu bereit zu sein, die Situation auch zu nutzen. Die Anti-Fraktion muss erkennen und verstehen, dass sie nur dann berücksichtigt werden wird, wenn sie wirklich mitgestalten will. Ist sie stattdessen nur dagegen und vermutet nur böse Absichten, so wird sie zurecht links liegen gelassen.
oberleuris 02.11.2010
5. Mal sehen...
Zitat von CHANGE-WECHSELAm 27. März 2011 sind Landtagswahlen. Es ist zu hoffen, dass die Generation der Nachplapperer nicht wieder die CDU/FDP wählt. Es wäre sehr gut für die Bundespolitik, wenn die FDP nicht mal die 5% Hürde schafft. Doch leider gibt es zu viele Reiche Steuerbetrüger in Baden-Württemberg, die von der Klientel Politik der FDP profitieren. Wollen wird nicht zu viel verlangen. Es reicht schon, wenn die Diktatur aus CDU/FDP entmachtet wird. Wahrscheinlich beginnen diese jetzt schon damit, in den Ministerien Akten zu vernichtet, damit nach dem Regierungswechsel nicht allzu viel vom mafiosen Filzmüll an die Öffentlichkeit gerät.
[QUOTE=CHANGE-WECHSEL;6542536]Am 27. März 2011 sind Landtagswahlen. Es ist zu hoffen, dass die Generation der Nachplapperer nicht wieder die CDU/FDP wählt. Wollen wird nicht zu viel verlangen. Es reicht schon, wenn die Diktatur aus CDU/FDP entmachtet wird.
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