Bürgermeisterwahl in Stuttgart Grüner Kuhn hofft auf den Chefsessel

Der Kampf ums Bürgermeisteramt in Stuttgart geht ins Finale: Bei der Stichwahl warten alle gespannt auf das Ergebnis im Duell zwischen Fritz Kuhn und Sebastian Turner. Kuhn gilt als Favorit - und könnte als erster Grüner einer Landeshauptstadt vorstehen.

Grünen-Politiker Kuhn: Favorit auf den Chefsessel in Stuttgart
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Grünen-Politiker Kuhn: Favorit auf den Chefsessel in Stuttgart


Stuttgart - Die Spannung in Stuttgart steigt, im Duell um das Amt des Bürgermeisters läuft die letzte Runde. Jeder dritte wahlberechtigte Stuttgarter hat bis zum Sonntagnachmittag sein Kreuzchen für die Oberbürgermeisterwahl gemacht. "Wir haben einen stabilen Trend in Richtung etwas höherer Beteiligung", sagte Stadtsprecher Sven Matis mit Blick auf die Zahlen beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen.

Damals hatten bis 14 Uhr - inklusive Briefwahl - 29,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Nun waren es 33,1 Prozent der rund 413.000 zur Wahl aufgerufenen Stuttgarter.

Als Favorit nach dem ersten Wahlgang ging der frühere Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Fritz Kuhn, ins Rennen. Er lag bei der ersten Runde mit 36,5 Prozent der Stimmen zwei Prozentpunkte vor dem parteilosen Sebastian Turner, der von CDU, FDP und Freien Wählern unterstützt wird. Sollte sich der Trend bestätigen, wäre Stuttgart die erste Landeshauptstadt mit einem Grünen-Politiker im Chefsessel.

Insgesamt treten noch neun Bewerber an. Die SPD hatte eine Wahlempfehlung für Kuhn abgegeben, nachdem die von ihr nominierte parteilose Sozialbürgermeisterin von Schwäbisch Hall, Bettina Wilhelm, ihre Kandidatur nach 15,1 Prozent der Stimmen und dem dritten Platz vor zwei Wochen zurückgezogen hatte. Beim zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit für den Sieg.

Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) gibt sein Amt nach 16 Jahren auf. Bei seiner Wiederwahl vor acht Jahren hatte die Wahlbeteiligung bei insgesamt 46 Prozent gelegen. Der Amtswechsel ist für den 6. Januar 2013 geplant.

jok/dpa/dapd



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donauschwabe82 21.10.2012
1. Alternative
Ob Grün ob Schwarz das ist, was den Ausverjkauf der Stadt angeht das selbe! DIe einzige Alternativw wäre daher eigtl. Jens Loewe. Schade das die Medien das nie aufgegriffen haben www.facebook.com/loewefuerstuttgart
flusser 21.10.2012
2. Kuhn
Wenn Kuhn Bürgermeister wird, dann kann man vollends ein Ei über Stuttgart schlagen. Dann ist es nicht nur ein Provinzkaff sondern ein Öko Provinzkaff mit einem Bürgermeister der weder ein Bürgermeister für alle sein kann noch will, sie nicht eint sondern Spaltet und sicherlich alle mit irgendwelchen Ökospinnereien und Ängsten schikaniert. Tepo 30 überall, Citymaut und demnächst noch Müll nach Farbe trennen. Ökoterror nein Danke, dann nichts wie weg aus Stuttgart.
joschitura 21.10.2012
3. Armes Stuttgart...
Eine Wahl zwischen Cholera und Pest - immerhin wäre Kuhn das kleinere Übel. Aber Stuttgart hatte - von Rommel mal abgesehen - noch nie Glück mit seinen OBs. Die von Autoschneisen durchfurchte häßliche Innenstadt verdankt man Arnulf Klett, der die blöde Utopie von der "autogerechten Stadt" verwirklichen wollte. Auch der Abriß vom nicht zerstörten Kaufhaus Horten, einem großartigen Bau von Mendelssohn, fällt ihn seine Amtszeit. Da steht jetzt ein Prof.Eiermann-Kaufhof mit häßlicher Einheitsfassade. Und Schuster wurde nur gewählt, weil die dumme SPD damals ihren unfähigen Kandidaten Brechtken nicht zurückziehen wollte zugunsten von Rezzo Schlauch.
orudne 21.10.2012
4. S21 verspricht nur horrende Kosten!!!
Das ist totaler Schwachsinn!!!! S21 wird nie funktionieren! .....siehe Brandschutz usw. Es wird von der Bahn offen zugegeben, dass sie noch nicht mal wissen ob das mit der Grundwasserabsenkung klappen wird! (siehe Schorndorfer Stadthallensee). Das zur Zeit andauernd Züge entgleisen liegt an einer Gleisänderung, die im Rahmen von S21 Arbeiten vor wenigen Monaten durchgeführt wurden! ps. wenn sie bei ihrer Partnerwahl auch nur rationell handel, dann tuen sie und ihre Partner-in von ganzen Herzen leid!
jim_nihilist 21.10.2012
5. Ich bin der rationale Typ
S21 wird nichts bringen, es ist nichtmal sicher ob man den Bahnhof so wird bauen können. Zum einen ist der Brandschutz mangelhaft zum anderen, und das ist der echte Knackpunkt, ist es geologisch gesehen eine heikle Angelegenheit. Deswegen kann es gut sein, dass es technisch scheitert - zumal der "Zugewinn" ja keiner ist. Die Belastungsprobe war mangelhaft, was bedeutet das sich die VVS den Kölner Verkehrsbetrieben oder der BVS annähern wird - ständige Ausfälle und Verzögerungen im Berufsnahverkehr. Spielt aber alles keine Rolle, denn es geht um den Bürgermeisterposten und da hatte Turner wirklich kein Konzept oder irgendwie eine Idee vorzuweisen ausser: Wählt mich, ich bin kein Grüner. Nun ja, wenn er meint, dass das reicht...
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