Trendwende bei Digitalisierung Ministerin fordert umweltfreundliche Algorithmen

Umweltministerin Svenja Schulze möchte bei der Digitalisierung auch den Umweltschutz berücksichtigen. Zudem stellte sie zehn Eckpunkte vor, aus denen sie eine umweltpolitische Digitalagenda erarbeiten will.

Svenja Schulze (SPD), Ministerin für Umweltschutz
Kay Nietfeld/DPA

Svenja Schulze (SPD), Ministerin für Umweltschutz


Auch Algorithmen sollen umweltbewusst werden, zumindest wenn es nach Umweltministerin Svenja Schulze geht. "Jedem Algorithmus muss Umweltschutz eingepflanzt werden", sagte sie laut einer Pressemitteilung, die von ihrem Ministerium herausgegeben wurde.

"Wenn wir die Digitalisierung unverändert fortsetzen, wird sie zum Brandbeschleuniger für die ökologischen und sozialen Krisen unseres Planeten", warnte Schulze. Daher sei eine "Trendwende" nötig.

Schulze stellte zudem zehn Eckpunkte vor, aus denen sie bis zum Jahresende eine "umweltpolitische Digitalagenda" erarbeiten will. Dabei sollen unter anderem auch Entwickler und Nutzer mitwirken.

Künstliche Intelligenz soll auf Umweltschutz programmiert werden

Laut den Eckpunkten sollen etwa "die Potenziale der Digitalisierung für den Klimaschutz" genutzt werden, wie das Umweltministerium mitteilte. In 50 Projekten soll außerdem gezeigt werden, wie künstliche Intelligenz (KI) auf Umwelt- und Naturschutz programmiert werden kann. Auch für Umweltbeobachtungen sollen die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden.

Schulze kündigte an, sie wolle die "nachhaltige Digitalisierung" auch auf europäischer Ebene zum Thema machen. Dazu solle die deutsche EU-Ratspräsidentschaft von Juli bis Dezember 2020 genutzt werden.

höh/AFP



insgesamt 33 Beiträge
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Strai 07.05.2019
1. Was für ein Wischwasch
"Jedem Algorithmus muss Umweltschutz eingepflanzt werden", daran kann man schon erkennen, dass die Frau Ministerin überhaupt keine Ahnung hat, was so ein Algorithmus überhaupt ist. Ein Algorithmus beschreibt nur den Weg, etwas umzusetzen, bspw. wie man Werte sortiert. Aber was hat das Sortieren von Werten mit Umweltschutz zu tun? Es soll ja angeblich jeder Algorithmus betroffen sein. Was für ein sinnloses Gewäsch.
Bibs1980 07.05.2019
2. Bravo, bitte endlich anfangen.
Für's Klima wäre es super, wenn der Staat jedem Bürger endlich eine leicht zu handhabende digitale Unterschrift zur Verfügung stellen würde, mit dem man rechtsgültig digitale Dokumente unterschreiben kann. Eine dusselige Grafik irgendwo rein zu setzen ist KEINE digitale Signatur. Der Staat stellt einem ein aufwändiges, teures, physisches Ausweisdokument zur Verfügung. Warum nicht auch ein Digitales? Konsequent wäre, endlich Lieferscheine, Rechnungen, Rezepte oder die völlig überflüssige Krankmeldung in vierfacher Ausführung in Papierform abzuschaffen. Viele Bereiche in der Logistik arbeiten schon so, warum nicht wir alle? Ich sehe es tagtäglich, wieviel Papiermüll bei Unternehmen eingeht, digitalisiert wird und dann direkt in der Tonne landet. Anstatt irgendwas von KI zu quatschen wäre es angesagt, endlich bestehende Techniken verpflichtend zu machen.
hermann_huber 07.05.2019
3. Au weiha
hoffentlich erfährt niemand im Ausland von dieser Idee. Lächerlicher geht's kaum noch
53er 07.05.2019
4. Weiß die Frau Ministerin
überhaupt, von was sie da redet? Den Begriff Algorithmus zu nennen ohne ihn wirklich begriffen zu haben, scheint in der deutschen Politiklandschaft langsam ein Trend zu sein und Digitalisierung das Allheilmittel für alle Probleme. Nur verfestigt sich der Eindruck, dass die nicht wirklich wissen von was sie reden. Liebe Politiker macht doch bitte wenigstens einen Crash-Kurs in Sachen IT, Elektromotor und autonomes Steuern eines Fahrzeugs! Dann nochmal länger drüber nachdenken und endlch erkennen, was hier falsch läuft. Vielelicht sind dann solche geistigen Ergüsse wie der aktuelle von Ministerin Schulze völlig überflüssig.
siegfried_richard_albert 07.05.2019
5. Traumtänzerin
Frau Schulze will eine Trendwende in der Digitalisierung. Wie naiv sind unsere Politiker, dass sie so einen Quatsch reden? Da lässt sich nichts mehr aufhalten und erst recht kein Rückwärtsgang einstellen. Und die Digitalisierung im Umweltschutz? Da wird das Kyotoprotokoll unterschrieben, nur haben die Politiker kein Problem, die Ziele nicht zu erfüllen. Sie können sich bis heute nicht mal auf effektive Maßnahmen einigen. Und nach dem Lesen der Kommentare zur grünen und schwarzen Null, gibt es sehr viele Bürger, die auch keine Eile sehen. Ich lasse mich mit den 50 Projekten überraschen.
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