Bürgermeisterwahl auf Sylt Gabriele Pauli verliert Stichwahl

In der ersten Runde lag sie noch vorne, in der zweiten ist nun Schluss: Gabriele Pauli wird nicht Bürgermeisterin von Sylt. Die einstige CSU-Rebellin verlor in der Stichwahl gegen den Bauamtsleiter.
Gabriele Pauli und Gegenkandidat Nikolas Häckel (Archiv): 55 Prozent der Sylter Wähler stimmen für den Bauamtsleiter.

Gabriele Pauli und Gegenkandidat Nikolas Häckel (Archiv): 55 Prozent der Sylter Wähler stimmen für den Bauamtsleiter.

Foto: Carsten Rehder/ dpa

Westerland - Stichwahl auf Sylt: Gabriele Pauli hat die zweite Runde der Bürgermeisterwahl auf der Nordseeinsel verloren. Die als CSU-Rebellin bekannt gewordene parteilose Bayerin bekam 45,0 Prozent der Stimmen und unterlag damit ihrem Konkurrenten Nikolas Häckel (ebenfalls parteilos). Der von der Sylter Wählergemeinschaft aufgestellte Häckel erhielt 55,0 Prozent der Stimmen.

Bei der Wahl war Häckel auch von SPD und SSW unterstützt worden. Der Bauamtsleiter tritt im Mai sein neues Amt an und löst Petra Reiber (parteilos) ab, die nach fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr kandidiert hatte. Auf der Insel waren knapp 13.000 Menschen wahlberechtigt, laut Wahlmonitor der Gemeinde Sylt  beteiligten sich an der Stichwahl nur etwas mehr als die Hälfte.

Bei der ersten Wahlrunde im Dezember hatte Pauli mit 30,6 Prozent noch vor Häckel gelegen, der 27 Prozent erhalten hatte. Während Pauli auf ihre Sachkompetenz nach 18 Jahren als Landrätin setzte, betonte Häckel seine Erfahrungen in der Verwaltung - seit mehr als elf Jahren leitet er das Bauamt in der Gemeinde Kronshagen bei Kiel. Zudem warb der gebürtige Insulaner als "ein Sylter für Sylt" um Stimmen.

Der Wahlkampf hatte bundesweit Beachtung gefunden, vor allem wegen der Bewerbung Paulis. Die 57-Jährige war im Frühjahr 2014 nach einer Politik-Pause ins Gespräch für die vakante Stelle als Bürgermeisterin auf der bei vielen Prominenten beliebten Insel gebracht worden. Danach besuchte sie mehrfach die Insel, fand Gefallen am Norden, zog nach Sylt. Dort wollte sie auch im Fall einer Niederlage bleiben. Zur 13.000-Einwohner-Gemeinde Sylt gehören die Ortsteile Westerland, Keitum, Rantum, Tinnum, Archsum und Morsum.

brk/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.