Syrien-Konflikt Seehofer will engere Zusammenarbeit mit Putin

Die CSU fordert eine bessere Kooperation mit Russland: Ohne Wladimir Putin könne man den Syrien-Konflikt nicht lösen, sagte Parteichef Seehofer dem SPIEGEL.
Seehofer (l.) und Putin (Archivbild von 2011): CSU-Chef will mehr Kooperation

Seehofer (l.) und Putin (Archivbild von 2011): CSU-Chef will mehr Kooperation

Foto: Peter Kneffel/ picture alliance / dpa

Die CSU fordert eine engere Zusammenarbeit mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um die Probleme im Nahen Osten zu lösen. Ohne die Mitwirkung des Kremlchefs sei die Situation in Syrien nicht in den Griff zu bekommen, sagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer dem SPIEGEL. Am Montag will der Parteivorstand darüber beraten, wie eine Kooperation mit Moskau aussehen könnte. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Unterstützung erhält Seehofer von seinem Parteikollegen und Entwicklungsminister Gerd Müller. "Wir brauchen eine gemeinsame diplomatische Initiative der Uno mit Beteiligung Russlands, der USA, der EU und der Regionalmächte", sagt Müller. Die Atomverhandlungen mit Iran könnten hier eine Vorlage sein. In der vergangenen Woche mehrten sich die Hinweise, dass Putin den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verstärkt unterstützt.

In der Krise um die syrischen Flüchtlinge konzentrieren sich die Bemühungen in Berlin und Brüssel auf die Türkei. Die EU-Kommission will Geld für Lehrer und Schulen bereitstellen, um Zuflucht Suchenden den Aufenthalt in der Türkei zu erleichtern. 17,5 Millionen Euro sind in einem neuen Regionalen Trust Fund dafür bereits vorgesehen.

Zudem denkt Brüssel darüber nach, syrische Flüchtlinge direkt von der Türkei aus in andere europäische Länder oder gegebenenfalls sogar nach Australien oder in die USA bringen zu lassen. Die Menschen, so das Kalkül, sollen dadurch weniger auf die Hilfe von Schleppen angewiesen sein.