Dschihadistinnen im Irak und in Syrien Hundert Frauen aus Deutschland im Kampfgebiet

Sie sind meist 16 bis 27 Jahre alt, oft begleiten sie ihre Männer in den Dschihad: Nach SPIEGEL-Informationen sind rund hundert Frauen aus Deutschland in die umkämpften Gebiete Syriens und des Irak gereist. Manche wollen direkt an die Front.

Frauenbrigade des "Islamischen Staates" in Syrien: Auch aus Deutschland reisen Frauen in Bürgerkriegsgebiete
DPA/ Syriadeeply.org

Frauenbrigade des "Islamischen Staates" in Syrien: Auch aus Deutschland reisen Frauen in Bürgerkriegsgebiete


Hamburg - Neben kampfbereiten Islamisten reisen inzwischen auch viele junge Frauen aus Deutschland in die Bürgerkriegsgebiete in Syrien und im Irak. Nach Informationen des SPIEGEL haben sich rund hundert Frauen aus Deutschland auf diesen Weg gemacht. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 7/2015
Strategien gegen den Anlagenotstand

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden verließ mehr als die Hälfte von ihnen die Bundesrepublik im vergangenen Sommer. In Sicherheitskreisen heißt es, die meisten dieser Frauen seien zwischen 16 und 27 Jahre alt.

Viele Frauen begleiten ihre Ehemänner auf deren Weg in den Dschihad. Etliche sind nach Syrien gereist, um dort einen islamistischen Kämpfer zu heiraten, einige gingen mit dem Ziel, selbst in den Kampf zu ziehen. Überwiegend werden die Frauen wie ihre Männer in einschlägigen Moscheen radikalisiert, aber auch das Internet spielt bei ihrer Rekrutierung eine Rolle. Im Web gibt es einen regelrechten Heiratsmarkt für Salafisten, berichtet der SPIEGEL.

Die Sicherheitsbehörden fürchten die Frauen als "perfekte Terroristen" aus der Sicht islamistischer Milizen wie dem "Islamischen Staat" (IS): Sie würden unterwegs weniger kontrolliert und könnten somit leichter als Kundschafterinnen arbeiten, bei der Terrorfinanzierung helfen und sogar als Selbstmordattentäterinnen eingesetzt werden. Frauen trügen durch ihre Basisarbeit "zur Umsetzung von Terrorakten bei", heißt es in Sicherheitskreisen.

Allerdings wissen viele der Frauen nicht, worauf sie sich einlassen. Viele von ihnen lebten völlig abgeschottet in Syrien, berichtet die Soziologin Berna Kurnaz, die unter anderem die Angehörigen von ausgereisten Islamisten betreut. Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge sollen etliche dieser Frauen in Syrien festhängen und – entgegen ihrer Absicht – nicht mehr nach Deutschland zurückkehren können.

(Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht und welche Geschichten Sie bei SPIEGEL+ finden, erfahren Sie auch in unserem kostenlosen Politik-Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von den politischen Köpfen der Redaktion.



insgesamt 159 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Peter St. Marc 07.02.2015
1. Wenn sie an die Front wollen,
dann lasst sie. Dann hat sich für die meisten Damen das Thema Wiedereinreise nach Deutschland erledigt.
Hilfskraft 07.02.2015
2. dann ...
... sollten sie auch schön dort bleiben, bis zum bitteren Ende. Solche Menschen brauchen uns hier nicht wieder zu beehren ...
heldheiko 07.02.2015
3. Dort lassen, Wiedereinreiseverbot...
Dort lassen, Wiedereinreiseverbot...
zephyroz 07.02.2015
4. Auf so...
...einen Irrsinn kann man nur kommen, wenn man zu viel Zeit hat und nicht arbeiten will/muß.
heavenstown 07.02.2015
5. Nix wie hin mit denen...
Irgendwann werde ach die feststellen dass man mit Jihad nicht satt wird...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.