Bürgerkrieg Syrische Rebellen lassen 21 Blauhelm-Soldaten frei

21 Soldaten der Vereinten Nationen sind frei: Syrische Rebellen hatten die Uno-Beobachter als Geiseln genommen, nun ließen sie sie wieder gehen. Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte den Schritt.


Hamburg - Die auf den Golanhöhen verschleppten 21 philippinischen Uno-Beobachter sind nach drei Tagen freigekommen. Die Blauhelm-Soldaten gelangten am Samstag auf jordanisches Gebiet, wie die philippinische Botschafterin in Amman, Olivia Palala, mitteilte. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon dankte allen Beteiligten für die "Anstrengungen" für eine "sichere Freilassung".

Die philippinischen Blauhelm-Soldaten wurden vom syrischen Dorf Dschamla über das Jarmuk-Tal an die Grenze nach Jordanien gebracht, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Uno hatte zuvor erklärt, mit allen "beteiligten Parteien" seien "Vereinbarungen" für die Freilassung der Blauhelm-Soldaten getroffen worden.

Die Uno-Beobachter waren am Mittwoch auf den Golanhöhen im israelisch-syrischen Grenzgebiet von einer bewaffneten Gruppe syrischer Rebellen als Geiseln genommen worden. Die Entführer forderten den Rückzug syrischer Regierungstruppen aus der Region Dschamla nahe der Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Syrien. Mehrere Versuche, die Beobachter freizulassen, scheiterten seit Freitag vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe in Syrien.

Die Uno-Mission auf den Golanhöhen besteht seit 1974. Sie soll den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien überwachen. Ein großer Teil der Golanhöhen ist von Israel besetzt.

Angesichts des Bürgerkriegs befürchten die Vereinten Nationen einen weiteren massiven Anstieg der Flüchtlinge aus dem Land. Ihre Zahl könnte sich in diesem Jahr verdoppeln oder gar verdreifachen, sagte der Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres am Sonntag. Nach Uno-Angaben aus der vergangenen Woche hat die Zahl der Syrer, die wegen des Konflikts ins Ausland geflohen sind, inzwischen die Marke von einer Million Menschen überschritten.

ssu/AFP

insgesamt 2 Beiträge
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asafo 10.03.2013
1. Wann
endlich hat dieser spuk ein ende.Wann hört endlich der westen damit auf,bei SA und katar beide augen zuzudrücken diese bande von mördern und söldnern zu unterstützen.Das es sich um Steinzeitislamisten handelt und ausser mordend und plündernd durch Syrien keine alternative politik haben wissen hr.Westerwelle und konsorten ja bestimmt.Wie soll man sein glaube an menschenrechte und demokratie noch aufrechterhalten,wenn sowas geduldet und gefödert wird.Wer will oder würde denn gerne von diesen Banden befreit geschweige denn regiert werden.Reden von assad und selber begehen sie menschenrechtsverstösse in einem unglaublichen maße.Ich weinne den getöteten banden keine Träne nach und hoffe das die syrische armee sein Volk weiter so Tapfer verteidigt wie bisher
Marcus_XXL, 10.03.2013
2. Man stelle sich einmal vor,
es wären Regierungstruppen gewesen, die Blauhelme als Geiseln genommen hätten. Die westlichen Politiker und ihre Deutsche Presse wären aus dem Hyperventilieren gar nicht mehr raus gekommen. Aber die "Rebellen" können das ruhig mal machen. Sind ja die "Guten", wie wir alle sicher wissen!
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