Videobotschaft zum 1. Mai Merkel dankt Arbeitenden in Supermärkten, in Lkw – und im Homeoffice

Am Tag der Arbeit würdigt Bundeskanzlerin Angela Merkel vor allem jene, die die Versorgung in der Coronakrise gesichert haben: »Sie haben das Land am Laufen gehalten.«
Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild): Danke für »Ihre Solidarität und für Ihre Geduld«

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild): Danke für »Ihre Solidarität und für Ihre Geduld«

Foto: Janine Schmitz/photothek.de / imago images/photothek

Kanzlerin Angela Merkel hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Coronabedingungen gewürdigt. »Die Pandemie hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Arbeit jedes Einzelnen ist, damit das große Ganze wie gewohnt funktioniert«, sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.  

»Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten.« Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkw »könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen«. Sie wolle deshalb allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern »herzlich für ihren tagtäglichen Einsatz danken«.

Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: »Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist.« Homeoffice sei aber »eine riesige Hilfe« gegen die Ausbreitung des Virus. »Es vermeidet täglich U-Bahn- oder Busfahrten zur Arbeit, es reduziert Kontakte und damit Gelegenheiten zur Ansteckung.«

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten können, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Coronatests pro Woche anzubieten. »Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen – zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden«, sagte Merkel.

Merkel: Spätestens ab Juni Impftermine für alle möglich

Die Kanzlerin zeigte sich zugleich überzeugt, dass es »gute Gründe zur Zuversicht« gebe. Die Corona-Impfkampagne nehme jeden Tag mehr Fahrt auf. Spätestens ab Juni bekämen alle die Möglichkeit, sich um einen Impftermin zu kümmern. Doch am Tag der Arbeit wolle sie »erneut Danke sagen – für Ihren Einsatz in der schwersten Zeit, die unser Land seit Generationen erlebt hat, für Ihre Solidarität und für Ihre Geduld«.

Merkel dankte zum 1. Mai auch Betriebsräten und Gewerkschaftern, die sich für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung einsetzen. Wie schon in der Finanzkrise habe sich die Sozialpartnerschaft auch in dieser schweren Zeit bewährt.

Angesichts des Wirtschaftseinbruchs in der Pandemie habe die Bundesregierung Milliarden eingesetzt, um das Kurzarbeitergeld zu erhöhen und die Bezugsdauer zu verlängern. »Das war gut investiertes Geld.« So hätten Betriebe ihr Personal halten können. »Und so können sie schneller wieder durchstarten, wenn die Wirtschaft wieder anzieht – und damit rechnen wir noch in diesem Jahr.«

abl/dpa/AFP
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