Tag der offenen Tür Rekordbesuch im Regierungsviertel

Großer Andrang beim ersten Tag des Wochenendes der offenen Tür im Berliner Regierungsviertel. Schon am Mittag bildete sich eine mehr als hundert Meter lange Warteschlange vor dem Kanzleramt. Insgesamt kamen 70.000 Menschen zum "Staatsbesuch".

Berlin - Bei sonnigem Wetter warteten nicht nur vor dem Kanzleramt sondern auch vor den anderen Ministerien die Besucher geduldig auf den Einlass. Mit starkem Besucherandrang hat am Samstag in Berlin der "Staatsbesuch", das Wochenende der offenen Tür bei der Bundesregierung, begonnen. Vor dem Amtssitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bildete sich bei sonnigem Wetter bereits am Mittag eine mehr als hundert Meter lange Menschenschlange. Am ersten Tag kamen insgesamt rund 70.000 Menschen ins Regierungsviertel. Das waren nach Angaben des Bundespresseamtes 20.000 mehr als vor einem Jahr.

Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) redete in ihrem Ministerium über Übergewicht bei Kindern. Zahlreiche Stände informierten über gesunde Ernährung. Im Hinterhof seines Ministeriums unweit des Potsdamer Platzes beantwortete Finanzminister Hans Eichel (SPD) Fragen. "Ich kriege gegenwärtig mein Gehalt vorzugsweise als Schmerzensgeld", scherzte er angesichts der Kritik an der Staatsverschuldung. Er gebe zu, dass ihm die Arbeit schon einmal mehr Spaß gemacht habe, sagte Eichel.

Um die umstrittene Arbeitsmarktreform Hartz IV ging es am ersten Tag der offenen Tür kaum. Nur ein Besucher des Finanzministeriums erzählte Eichel von der "Angst der Bürger, dass sie aus ihren schnuckelig eingerichteten Wohnungen ausziehen müssen."

Für Sonntag hat ein reformkritisches Bündnis unter Führung der Gruppe Attac angekündigt, die Festatmosphäre zu stören und im Wirtschaftsministerium zu protestieren. Dann ist Gerhard Schröder im Kanzleramt auch per persönlich unter den Gastgebern. Zusammen mit dem neuen Teammanager der deutschen Fußballnationalmannschaft, Oliver Bierhoff, stellt er sich den Fragen der Besucher.

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