Volksentscheid und Europawahl Berlin muss Wahlergebnisse korrigieren

Peinliche Panne in Berlin: In der Hauptstadt sind verschwundene Wahlbriefe wieder aufgetaucht. Die Ergebnisse der Europawahl und zum Volksentscheid über das Tempelhofer Feld müssen deshalb korrigiert werden.
Tempelhof-Stimmzettel: Verschwundene Wahlbriefe wieder aufgetaucht

Tempelhof-Stimmzettel: Verschwundene Wahlbriefe wieder aufgetaucht

Foto: Kay Nietfeld/ dpa

Berlin - Nur einen Tag nach der Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses der Europawahl und des Volksentscheids zum Tempelhofer Feld muss die Landeswahlleitung in Berlin korrigieren. Denn inzwischen sind verschwundene Wahlbriefe wieder aufgetaucht, die nun berücksichtigt werden müssen.

Am Abend der Abstimmung - dem 25. Mai - waren in einem Briefwahlbezirk im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 200 bis 250 Wahlbriefe abhandengekommen. Offenbar hatte ein Wahlhelfer die Unterlagen unterschlagen. Der Beschuldigte hat nun 192 Briefe der Polizei übergeben .

Bislang hatten nur 33 Wahlbriefe mit Stimmzetteln zur Europawahl, zum Volksentscheid und auch zum Bürgerentscheid in die Ermittlung der Resultate einbezogen werden können. Nun müssen die Stimmauszähler auch die restlichen, wieder aufgetauchten Unterlagen auswerten.

Das neue Ergebnis will der Landeswahlausschuss am 13. Juni feststellen, größere Veränderungen sind nicht zu erwarten. Über das endgültige Ergebnis der Europawahl in Deutschland entscheidet der Bundeswahlausschuss am 20. Juni.

als/kes/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.