Landtagswahlkampf in Thüringen Hausdurchsuchung wegen Drohung gegen Robert Habeck

In Thüringen hat es zwei Durchsuchungen gegeben. Ein Rechtsextremist geriet wegen mutmaßlich illegalen Waffenkaufs ins Visier der Ermittler, ein anderer Mann soll zu Straftaten gegen Grünenchef Habeck aufgerufen haben.

Grünenchef Robert Habeck
Martin Schutt/ DPA

Grünenchef Robert Habeck


Wegen Drohungen gegen Grünenchef Robert Habeck im Thüringer Landtagswahlkampf hat es im Norden des Bundeslandes eine Hausdurchsuchung gegeben.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 27-Jährigen, der in einem sozialen Netzwerk zu schweren Straftaten gegen Habeck im Rahmen von dessen Wahlkampftour aufgerufen haben soll. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt in dem Fall.

In Thüringen wird am 27. Oktober ein neues Landesparlament gewählt. Ebenfalls in Zusammenhang mit dem thüringischen Wahlkampf gab es zudem eine Durchsuchung bei einem polizeibekannten Rechtsextremen, der bereits früher Wahlkampfveranstaltungen gestört hatte.

Der 41-Jährige wird verdächtigt, sich eine Waffe besorgt zu haben. Weil zudem in seinem Heimatort am Wochenende ein Auftritt von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geplant war, habe man sich zu einer Durchsuchung entschlossen und auch eine Waffe gefunden, sagte eine Sprecherin des thüringischen Innenministeriums dem SPIEGEL. Nun werde geprüft, ob die Waffe scharf sei. Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

cht/AFP



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