Twitter-Spott über Gabriel und Schweiger
Ist das der neue Tatort-Bösewicht?
Der eine beklagte einst das Gutmenschentum, der andere suchte das Gespräch mit Pegida. Nun haben sich Til Schweiger und Sigmar Gabriel getroffen, um über Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Merkwürdig? Auf Twitter hagelt es Spott.
Das Anliegen ist ehrenwert, keine Frage, die Allianz etwas, nun ja, ungewöhnlich: Am Freitag trafen sich Schauspieler Til Schweiger und SPD-Vizekanzler Sigmar Gabriel, um über bessere Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Bei dem Gipfeltreffen sei es um "gemeinsame Aktionen für Flüchtlingsfamilien und gegen rechtsradikale Hetzer" gegangen, berichtet die "Bild".
Konkrete Ergebnisse des Treffens zwischen Schweiger und Gabriel sind bislang nicht überliefert, und so weidet sich die Twitter-Gemeinde an der Merkwürdigkeit dieser Zusammenkunft. Die Kollegen der Satiresendung "Extra3" machen auf die rekordverdächtigen Rüstungsexporte in Krisenregionen aufmerksam, die Gabriels Haus zu verantworten hat:
Die neue Allianz löst bei Twitter-Beobachtern ein ungutes Gefühl aus. Til Schweiger hatte bereits 2011 in einer Talkshow bekundet, dass ihn dieses "deutsche Gutmenschentum" einfach nur "ankotzt".
Einige fortschrittliche Schweiger-Fans zeigen sich jedoch erfreut über den Coup ihres Idols und spekulieren munter, dass der Vizekanzler im Œuvre des Filmschaffenden künftig eine größere Rolle spielen könnte:
Die Symbiose ist derzeit das politische Gesprächsthema. Die verunsicherte SPD-Basis wittert mit dem Action-Helden in ihren Reihen offenbar die Chance auf mehr Krawumm bei der nächsten Bundestagswahl. Alle Zweifel, ob man 2017 überhaupt noch gegen Angela Merkel antreten will, sind durch den Coup zerstoben. Für den Juso-Landeschef in Niedersachsen muss die Situation der Partei nun völlig neu bewertet werden: