Torten-Attacke Trittin verzichtet auf Anzeige

Vom Täter fehlt jede Spur: Die Polizei sucht den Unbekannten, der Jürgen Trittin während einer Podiumsdiskussion mit einer Joghurt-Torte bewarf. Der Grünen-Fraktionschef will selber keine Anzeige erstatten.
Attacke auf Trittin: Die Polizei ermittelt

Attacke auf Trittin: Die Polizei ermittelt

Foto: Privat/ dpa

Hannover - Jürgen Trittin verzichtet nach der Wurfattacke eines Unbekannten auf juristische Schritte. Da die Polizei ohnehin Ermittlungen eingeleitet habe, habe der Fraktionschef der Grünen selber keine Anzeige erstattet, sagte Fraktionssprecher Michael Schroeren am Donnerstag. Trittin sei bei der Attacke nicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei in Hannover wird wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Von dem maskierten Täter fehle aber noch jede Spur, sagte ein Polizeisprecher.

Trittin war während einer Podiumsdiskussion eines Theaterprojekts zur Anti-Atom-Bewegung mit einer Tortenattrappe beworfen worden, die anscheinend mit Joghurt gefüllt war. Zunächst war man von einer Attacke mit Farbe ausgegangen.

Schroeren kritisierte, bemerkenswerter als der Angriff seien "die wirren Versuche, die Aktion zu rechtfertigen". Trittins Diskussionspartnerin Hanna Poddig habe die Aktion als "Akt, Kritik in die Öffentlichkeit zu tragen" verteidigt. Trittin hatte die Diskussion abgebrochen und die Bühne verlassen, weil Poddig es ablehnte, sich von dem Farbanschlag zu distanzieren.

hut/dpa