Treffen der Jungen Union Guttenberg bezeichnet Grüne als Versager

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geht auf die Grünen los: Beim Deutschlandtreffen der Jungen Union warf er deren Führungsriege vor, sie zeichne sich nur durch die "bebende Unterlippe der Empörung" aus - in der Regierung würden sie stets versagen.
Karl-Theodor zu Guttenberg: Warnt vor "zelebriertem Krawall"

Karl-Theodor zu Guttenberg: Warnt vor "zelebriertem Krawall"

Foto: THOMAS PETER/ REUTERS

Berlin - Für die Junge Union ist Karl-Theodor zu Guttenberg der konservative Hoffnungsträger. Die mehreren hundert Mitglieder der Nachwuchsorganisation boten dem Verteidigungsminister bei ihrem Deutschlandtreffen in Berlin einen begeisterten Empfang. Die JUler streckten "KT"-Schildern in die Luft, als Guttenberg zum Lied "Hells Bells" der australischen Hardrocker AC/DC im Konrad-Adenauer-Haus zur Bühne schritt.

Guttenberg nutzte seinen Auftritt für scharfe Attacken gegen den neuen Hauptkonkurrenten - die Grünen. Deren Führungsriege zeichne nur die "bebende Unterlippe der Empörung" aus, sagte er. In der Regierungsverantwortung würde die Öko-Partei stets versagen.

Er frage sich daher, ob die guten Umfragewerte für die Grünen gerechtfertigt seien. Parteichef Cem Özdemir habe gut daran getan, sich für den Vorwurf zu entschuldigen, dass Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus beim Vorgehen gegen die Stuttgart-21-Gegner Blut habe sehen wollen. Guttenberg warnte die Demonstranten in Stuttgart, die Grenze zum "zelebrierten Krawall" zu überschreiten, etwa wenn Gesprächsangebote mit dem Argument "Mit Lügnern reden wir nicht" ausgeschlagen würden.

JU-Chef Philipp Mißfelder bezeichnete Guttenberg als "die Hoffnung derjenigen, die für konservative Werte in Deutschland stehen". Guttenberg sagte, wer gestalten wolle, braucht die Fähigkeit zur Führung." Führung heiße, auch unbequeme Wahrheiten zu sagen, Richtungen vorzugeben und Unbequemes gegen Widerstände durchzusetzen.

cte/dpa
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