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23. November 2011, 21:01 Uhr

Treffen im Schloss Bellevue

Wulff empfängt Angehörige der Neonazi-Opfer

Es ist ein Zeichen der Anteilnahme: Bundespräsident Wulff hat die Angehörigen der Opfer der Neonazi-Mordserie im Schloss Bellevue empfangen. Kanzlerin Merkel nannte die Zusammenkunft ein "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit" - und verurteilte die rechte Gewalt erneut scharf.

Berlin - Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat sich im Schloss Bellevue mit Angehörigen der Menschen getroffen, die Opfer der Anschläge und Morde einer Zwickauer Neonazi-Bande geworden sind. Das Gespräch in Wulffs Amtssitz war vertraulich.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Treffen zuvor als "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes" bezeichnet. Die Mordserie verurteilte sie erneut scharf: "Diese Taten sind nicht mehr und nicht weniger als ein Angriff auf unser demokratisches Gemeinwesen", sagte Merkel zu Beginn der Generaldebatte im Bundestag. Die in Schwarz gekleidete Regierungschefin las die Namen aller zehn erschossenen Opfer vor.

Während der Mordserie der Neonazis sind zwischen den Jahren 2000 und 2007 acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer sowie eine Polizistin ermordet worden. Zahlreiche Menschen wurden bei Anschlägen verletzt.

usp/dpa/dapd

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