Trotz Pandemie NRW-Innenminister feierte Beförderung mit Polizisten

Wenn Beamte in einen höheren Dienstrang aufrücken, muss das gewürdigt werden: Das Innenministerium in NRW veranstaltete zuletzt mehrfach Präsenzfeiern – mit dabei war auch Herbert Reul.
Nimmt an Präsenzfeiern teil: Herbert Reul

Nimmt an Präsenzfeiern teil: Herbert Reul

Foto: Revierfoto / imago images/Revierfoto

Trotz Corona-Pandemie hat das NRW-Innenministerium noch bis in den Januar 2021 hinein Gäste zu Beförderungsfeiern eingeladen; unter anderem gab es zwei größere Empfänge. Das berichtet der »Kölner Stadt-Anzeiger« .

So seien am 23. November zunächst 26 Personen befördert worden. Nach einstündiger Pause und »gründlicher Lüftung« habe es dann eine weitere Feier mit 18 Personen gegeben, bestätigte ein Sprecher am Samstag.

Die Aufteilung auf zwei Runden sei aus Infektionsschutzgründen erfolgt. Neben den beförderten Polizistinnen und Polizisten seien dabei auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und sein Staatssekretär Jürgen Mathies sowie einige wenige weitere Personen anwesend gewesen.

Die Feiern hätten »unter besonders strikten Corona-Schutzvorkehrungen« und im größten Saal des Ministeriums stattgefunden, betonte der Sprecher. Es habe nach diesem Veranstaltungstag »gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen« gegeben.

Reul wurde allerdings Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet – er hatte sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert. Auch Mathies war Mitte Februar in Quarantäne gegangen. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter hatte Reul zudem vor einigen Tagen von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die derzeit noch akut infiziert seien.

him/dpa
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