Freihandel mit den USA Alles über das TTIP-Abkommen - endlich verständlich

Alle sprechen von TTIP - aber was ist das genau? Welche Vorteile soll die größte Freihandelszone der Welt bringen? Ist die Wut der Kritiker berechtigt? Unser Hintergrundformat "Endlich verständlich" beantwortet die wichtigsten Fragen.
Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpa

Der Name TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership, gesprochen: Ti-Tip) tauchte in der Öffentlichkeit erstmals im Februar 2013 auf. Damals hielt US-Präsident Barack Obama eine seiner Reden zur Lage der Nation. Er gab den Start von Verhandlungen für ein neues Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) bekannt . Einen Tag später verkündeten Obama und der damalige Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, ihre Pläne .

Im Juni 2013 erteilten die 28 EU-Staaten der EU-Kommission ein Verhandlungsmandat. Also eine Art Vollmacht, in ihrem Namen mit den USA zu sprechen. Dessen Inhalt blieb zunächst geheim. Erst auf Druck der Öffentlichkeit und nachdem das Dokument geleakt worden war, veröffentlichten EU-Mitgliedstaaten das Mandat . Hauptziel ist es, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und der EU stark auszuweiten, für mehr Wachstum und Arbeitsplätze.

Die erste TTIP-Verhandlungsrunde fand im Juli 2013 in Washington statt. Die 14. Verhandlungsrunde ist am 15. Juli in Brüssel zu Ende gegangen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Oktober 2016 angesetzt. Eigentlich sollten nach den Vorstellungen von EU und USA bereits diesen Herbst letzte strittige Punkte geklärt werden - doch dieser Zeitplan ist nicht mehr einzuhalten. Ob es tatsächlich zeitnah zu abschließenden Verhandlungen kommt, ist momentan unklar.

Autoren: Almut Cieschinger, Alexander Demling , Mara Küpper, Claudia Niesen, Annett Meiritz 

Dokumentation: Almut Cieschinger, Klaus Falkenberg, Mara Küpper, Claudia Niesen

Grafik: Anna van Hove, Frank Kalinowski

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