Protest gegen Waffenexporte Prokurdische Demonstranten stören Regierungspressekonferenz

Sie skandierten "Deutsche Panzer raus aus Kurdistan" und hielten Transparente hoch: Prokurdische Protestierende haben bei der Bundespressekonferenz Waffenexporte kritisiert.
Protest bei Bundespressekonferenz

Protest bei Bundespressekonferenz

Foto: BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Fünf teils vermummte prokurdische Demonstranten haben die Bundespressekonferenz in Berlin unterbrochen. Sie riefen "Deutsche Panzer raus aus Kurdistan" und "Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt".

Die Demonstranten hielten eine Fahne der kurdischen Miliz YPG hoch und forderten auf einem Transparent unter anderem "Waffenexport stoppen". Nach kurzer Zeit verließen sie den Saal im Haus der Bundespressekonferenz, in dem Sprecher regelmäßig Fragen von Journalisten beantworten. Die Konferenzleitung hatte zuvor gesagt, der Sicherheitsdienst sei unterwegs und die Polizei informiert.

Bei der umstrittenen türkischen Militäroffensive in Nordsyrien gegen die YPG kommen Bildern zufolge auch Panzer vom Typ "Leopard 2A4" aus deutscher Produktion zum Einsatz. Bereits am Freitag hatten prokurdische Demonstranten in Hamburg eine Veranstaltung mit Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) gestört.

Als Reaktion auf die Syrien-Offensive der Türkei hat die Bundesregierung die Entscheidung über eine Nachrüstung türkischer "Leopard 2"-Kampfpanzer vergangene Woche aufgeschoben. Erst eine neue Regierung, die voraussichtlich vor Ostern gebildet wird, soll darüber entscheiden.

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cte/dpa