Taxi-Ersatzdienst CDU springt Uber bei

Taxifahrer bemängeln die laschen Auflagen für den privaten Fahrdienstvermittler Uber. Rechtlich ist Uber damit in einer Grauzone. Das will die CDU ändern: Sie fragt sich, ob strenge Prüfungen für Taxifahrer noch zeitgemäß sind.
Smartphone mit App des Fahrdienstvermittlers Uber: Brauchen Taxifahrer dank Navi überhaupt noch spezielle Ortskenntnisse

Smartphone mit App des Fahrdienstvermittlers Uber: Brauchen Taxifahrer dank Navi überhaupt noch spezielle Ortskenntnisse

Foto: Britta Pedersen/ dpa

Berlin - Der umstrittene Fahrdienstvermittler Uber kann auf Unterstützung von der CDU hoffen. Die Partei plant laut einem Entwurf zur anstehenden Klausurtagung, Vermittler von privaten Fahrern aus der rechtlichen Grauzone zu holen.

"Beispielsweise ist zu hinterfragen, ob bei den modernen Navigationsgeräten die Ortskenntnisse von Taxifahrern so streng geprüft werden müssen wie bisher", heißt es in dem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Entwurf für eine "Hamburger Erklärung" der CDU. Sie soll bei der am Freitagabend beginnenden zweitägigen Klausur des CDU-Vorstands in der Hansestadt verabschiedet werden.

Das deutsche Taxigewerbe wirft den Online-Fahrdienstvermittlern unlauteren Wettbewerb vor, wenn diese sich nicht an die strengen Regeln des Personenbeförderungsgesetzes halten. Auch in anderen Ländern gab es Proteste gegen die Konkurrenz aus dem Netz. Die Taxiunternehmer dringen vor allem auf einen fairen Wettbewerb.

Uber vermittelt mithilfe seiner Smartphone-App private Fahrer. Eine Fahrt mit Uber ist deutlich günstiger als mit dem Taxi. Das Start-up befindet sich auf rasantem Expansionskurs und ist nach eigenen Angaben bereits in 50 Ländern aktiv.

sun/dpa-AFX
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