Ukrainekrieg Wie Olaf Scholz über die Russlandpolitik der SPD stolpert

Kaum im Amt wurde Olaf Scholz zum Kriegspräsidenten. Ende Februar konnte der Bundeskanzler mit seiner »Zeitenwenden-Rede« überraschen. Jetzt haftet das Image des Zauderers an ihm. Was hat ihn ausgebremst?
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In Zeiten äußerer Bedrohung, zumal bei internationalen Krisen, können amtierende Regierungschefs oft profitieren. Nicht so Olaf Scholz. Seit Russlands Invasion in die Ukraine wackelt das ideologische Fundament seiner Partei. Die SPD steckt in der Sinnkrise. Scholz, der vor wenigen Wochen noch für die »Zeitenwenden-Rede« im Bundestag gefeiert wurde, scheint das Momentum verloren zu haben. Ihm wird Zögern und Zaudern vorgeworfen.

»Das hat ein Beben ausgelöst in der Partei. Man muss sich vorstellen, da zerfallen Gewissheiten und es werden jahrzehntelange Glaubensgrundsätze beerdigt.«

In der neuen Episode von SPIEGEL Daily analysiert Kevin Hagen, Politikredakteur im SPIEGEL-Hauptstadtbüro, vor welchem Dilemma die SPD aktuell steht, wie der Bundeskanzler in die Defensive geraten ist und warum der Partei die Aufarbeitung der eigenen Russlandpolitik so schwerfällt.

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