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23. Dezember 2014, 19:35 Uhr

Ex-Bayern-Präsident

Hoeneß soll Orden auf Druck der bayerischen Staatskanzlei zurückgegeben haben

Uli Hoeneß hat den Bayerischen Verdienstorden zurückgegeben, doch offenbar nicht aus eigener Initiative. Laut dem Anwalt des Ex-Bayern-Präsidenten kam die Anregung aus der Staatskanzlei.

München - Uli Hoeneß hat Berichte dementieren lassen, wonach er mit der Rückgabe des Bayerischen Verdienstordens auf Distanz zu Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und anderen Politikern gehen wollte.

Hoeneß habe die Auszeichnung zwar tatsächlich schon Anfang September zurückgegeben, sagte sein Anwalt Michael Nesselhauf. Sein ausschließliches Motiv dabei sei jedoch gewesen, dass die Staatskanzlei eine Rückgabe angeregt habe.

Wenige Wochen nach Hoeneß' Haftantritt erklärte die Staatskanzlei demnach in einem Telefonat mit einem der Verteidiger, es gebe eine Art ungeschriebenes Gesetz: Wer zu einer Strafe ohne Bewährung verurteilt worden sei, müsse den Verdienstorden zurückgeben.

Daraufhin habe Hoeneß entschieden, die Auszeichnung durch seine Frau und seine Kinder an Seehofer persönlich zurückzugeben. Auf Vorschlag des Ministerpräsidenten habe es dann am 8. September ein Treffen gegeben.

dab/dpa

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