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12. September 2008, 13:19 Uhr

Ulk

Falscher "Münte" telefonierte minutenlang mit Ypsilanti

Gag mit Andrea Ypsilanti: Hessens SPD-Chefin hat gut sieben Minuten lang mit einem falschen Franz Müntefering telefoniert. Erst dann wurde sie darüber aufgeklärt, dass am anderen Ende der Leitung ein Stimmenimitator im Auftrag eines Radiosenders saß.

Wiesbaden/Hannover - Der Stimmenimitator hatte für den niedersächsischen Sender radio ffn bei der SPD-Politikerin angerufen. Der Sender und die SPD bestätigten einen entsprechenden Bericht in der "Bild"-Zeitung. Für die strikte Auflage der Hessen-SPD, das Gespräch mit dem vermeintlichen künftigen SPD-Bundesvorsitzenden dürfe nicht veröffentlicht werden, zeigte radio ffn-Programmdirektorin Ina Tenz Verständnis: "Der Inhalt des Gesprächs ist nicht ohne. Eine Genehmigung hätte mich überrascht."

Der falsche "Münte" hatte sich zunächst in Ypsilantis Vorzimmer gemeldet und war sofort weiterverbunden worden. Als sich der Imitator zu erkennen gab, habe die Politikerin gelacht, berichtete "Bild". Dennoch gab es das Veröffentlichungsverbot. SPD-Sprecher Frank Steibli erklärte den fehlenden Argwohn Ypsilantis mit den vielen Gesprächen, die sie - auch mit dem designierten Parteivorsitzenden Franz Müntefering - führe. Es habe schon Scherz-Gespräche gegeben, die auch veröffentlicht werden durften, aber "nicht jede Form von Scherz finden wir so lustig wie die Macher", sagte Steibli.

asc/dpa

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