Umfrage Am Wahltag droht das Patt

Drei Wochen vor der Bundestagswahl zeichnet sich zunehmend ab, dass die Mehrheit für Schwarz-Gelb nicht sicher ist. Bei einer Direktwahl des Kanzlers läge Amtsinhaber Schröder deutlich vor Unionsspitzenkandidatin Merkel.


Schröder im Wahlkampf: Laut Umfrage populärer als Merkel
DDP

Schröder im Wahlkampf: Laut Umfrage populärer als Merkel

Mainz - Nach dem jüngsten ZDF-Politbarometer der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen können Union und FDP ihren Vorsprung in der Wählergunst halten, des Wahlsieges können sich die beiden Parteien jedoch noch nicht sicher sein.

In der heute veröffentlichten Umfrage gaben 29 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Wahlentscheidung noch nicht getroffen haben. 63 Prozent sind sich bereits sicher, wen sie wählen werden. Acht Prozent wissen schon jetzt, dass sie der Wahl fernbleiben.

Wenn schon an diesem Sonntag Wahlen wären, käme die SPD auf 30 Prozent, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die Union bleibt bei 43 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und stehen jetzt bei 8 Prozent gleichauf mit der FDP und der Linkspartei. Damit hätte Schwarz-Gelb mit 51 Prozent eine Mehrheit im Bundestag.

In der politischen Stimmung, die langfristige Bindungen an die Parteien und wahltaktische Überlegungen außen vor lässt, legt die SPD von 28 auf 30 Prozent zu. Die Union erreicht 44 Prozent, die Grünen kommen auf 8 Prozent, die FDP und die Linkspartei auf 7 Prozent.

Weiterhin deutlich besser als seine Partei schneidet Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Frage nach dem gewünschten Regierungschef ab. Schröder wünschen sich unverändert 47 Prozent, seine Herausforderin Angela Merkel (CDU) 42 Prozent (-1). Für das Politbarometer wurden vom 23. bis 25. August 1305 Wahlberechtigte befragt.



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