Umfrage Bundesbürger wollen Wulff und Steinbrück

Sollten bei einer Großen Koalition Merkel und Schröder auf ihren Anspruch auf die Kanzlerschaft verzichten, haben die Deutschen genaue Vorstellungen von ihren potentiellen Nachfolgern: Ein Duo aus dem CDU-Politiker Wulff und dem SPD-Mann Steinbrück.


 Archiv): Spitzenwerte für Niedersachsens
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Archiv): Spitzenwerte für Niedersachsens

Hamburg - In einer heute veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL sprachen sich 47 Prozent für Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff als Nachfolger von CDU-Chefin Angela Merkel aus, nur je 13 Prozent würden den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) oder den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber vorziehen.

Als geeigneten Nachfolger für Kanzler Gerhard Schröder nannten 29 Prozent der Befragten den ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück, 27 Prozent sprachen sich für SPD-Chef Franz Müntefering aus. Den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck wollten nur zwölf Prozent als möglichen neuen Kanzler.

Dass CDU und CSU im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft bilden, halten 58 Prozent der Bundesbürger für richtig. 34 Prozent erklärten in der Umfrage, die selbständig auftretenden Parteien CDU und CSU sollten auch im Bundestag getrennt gezählt werden. Unentschieden sind in dieser Frage acht Prozent.

Wäre jetzt erneut eine Bundestagswahl, würden die Bürger auch in Kenntnis des Wahlergebnisses wieder so entscheiden wie am 18. September. 36 Prozent würden sich für die Union entscheiden, 34 Prozent für die SPD, elf Prozent für die FDP sowie je acht Prozent für Grüne und Linkspartei. Unentschlossen sind 15 Prozent der Befragten.

Befragt wurden am vergangenen Freitag 1001 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger.



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