Umfrage Deutsche haben wenig Vertrauen zu Westerwelle

Die Beliebtheit von Außenminister Westerwelle bei den Wählern sinkt laut einer Umfrage. Demnach erreichte er nur 42 auf einer Skala von 100 Punkten - vier weniger als bei der vorigen Befragung Mitte Oktober. CSU-Star Guttenberg hingegen ist fast ganz oben - knapp hinter der Kanzlerin.

Außenminister Westerwelle: Seit Amtsantritt in der Beliebtheit gesunken
ddp

Außenminister Westerwelle: Seit Amtsantritt in der Beliebtheit gesunken


Hamburg - Die schwarz-gelbe Bundesregierung stellt weiterhin die bei den Wählern mit Abstand beliebtesten Politiker, nach Parteienpräferenzen führt sie aber nur ganz knapp vor der rot-rot-grünen Opposition. Das geht aus zwei am Mittwoch veröffentlichten Umfragen im Auftrag des "Stern" hervor.

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg läuft demnach Bundeskanzlerin Angela Merkel als beliebtester Politiker fast den Rang ab. Der CSU-Politiker erreichte im Ende Dezember durchgeführten Politiker-Ranking des "Stern" 62 von 100 Punkten und damit nur einen Punkt weniger als Spitzenreiterin Merkel (63 Punkte). Während die CDU-Vorsitzende drei Punkte im Vergleich zur letzten Umfrage Mitte Oktober verlor, büßte Guttenberg nur einen ein. Die Befragten konnten zwölf Spitzenpolitikern Punkte zwischen 0 (kein Vertrauen) und 100 (großes Vertrauen) geben.

Wenig Vertrauen haben die 1001 befragten Bundesbürger demnach in den neuen Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Der FDP-Chef bekam 42 Punkte und damit noch einmal vier Punkte weniger als vor seinem Amtsantritt. Er rangiert damit gemeinsam mit Grünen-Fraktionschefin Renate Künast und CSU-Chef Horst Seehofer auf dem siebten Platz.

Die größten Gewinne konnte der neue Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verzeichnen. Der frühere Bundesinnenminister legte um sieben Punkte auf 50 Punkte zu und erreicht damit gemeinsam mit dem SPD-Fraktionschef und früheren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (minus zwei Punkte) Rang vier.

Wenig Veränderung in der Beliebtheit der Parteien

Auf den dritten Platz kommt die neue Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die zwei Punkte hinzugewann und jetzt 52 Punkte erreicht. Unverändert 45 Punkte und damit Platz sechs erreicht der Umfrage zufolge der neue SPD-Chef und frühere Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Weit hinten liegen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (40 Punkte) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (37 Punkte), beide von der FDP. Linken-Parteichef Oskar Lafontaine gewann vier Punkte hinzu, bleibt aber mit 32 Punkten weiter Schlusslicht.

Wenig Veränderung gab es bei der Beliebtheit der Parteien. Union und FDP starten mit einem knappen Vorsprung ins neue Jahr, wie der neue Wahltrend für den "Stern" und den Sender RTL ergab. Demnach kam die Union wie in der Woche zuvor auf 35 Prozent, die FDP stagnierte bei zwölf Prozent. Die SPD verharrte bei 22 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf 13 Prozent, die Linke fiel um einen Punkt auf elf Prozent. Schwarz-Gelb lag mit gemeinsam 47 Prozent damit wie in der Vorwoche nur einen Punkt vor Rot-Rot-Grün mit zusammen 46 Prozent. Hierfür befragte Forsa 1502 Bundesbürger.

ffr/APD/AFP



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kdshp 22.12.2009
1.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Hallo, nach schulnoten ne glatte 6 (setzen) !
yogtze 22.12.2009
2.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Hoffentlich einleuchtend und lehrreich für den Wähler...
medienquadrat, 22.12.2009
3.
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
die Antwort, wie es denen 2010 ergehen wird, deren Volksvertreterin Frau Merkel ist, dürfte viel interessanter werden, denn die Bundeskanzlerin "rumpelt" jeden Tag, den sie im Amt bleibt höheren Versorgungsansprüchen entgegen - ob sie nach Ende ihrer Regierungsbeteiligung noch irgendwas arbeitet oder nicht.
ender, 22.12.2009
4. schwarz-gelb
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Na wie wohl? Schwarz-Gelb! Für Wirtschaft und Gesellschaft sehe ich SCHWARZ und dabei wird mir so übel, dass ich ganz GELB im Gesicht werde!
sysiphus, 22.12.2009
5. bittere Pille
Zitat von sysopDauerzoff um Steuern und Gesundheit, Kunduz-Affäre und Ministerrücktritt, Untersuchungsausschuss: Union und FDP rumpeln dem Jahresende entgegen. Wie wird 2010 für die Regierung Merkel?
Es wird, mit Ausnahme der oberen 10%, ein bitteres Jahr werden. Wenn Schäuble nach der Wahl in NRW seine Streichliste präsentiert, wird das Heulen und Zähne klappern groß sein. Aber vielleicht muss das alles sein - schließlich lernt der Mensch am besten durch Schmerzen. 4 Jahre FDP-Regierungsbeteiligung und 8 Jahre Merkel sollten eigentlich genug Rosskur sein, um den Michel zur Vernunft zu bringen. Schaun mer mal...
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