Umfrage-Ergebnis FDP verliert, Union legt zu

Abschwung des Höhenflugs: Die FDP hat in einer aktuellen Umfrage an Zustimmung in der Bevölkerung verloren - die Union gewann dagegen zwei Prozent. Auf der Liste der beliebtesten Politiker machte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg einen großen Sprung nach vorn.


Köln - FDP runter, CDU/CSU rauf: Laut einer aktuellen Umfrage profitiert die Union von einem leichten Rückgang der FDP in der Wählergunst. Gegenüber dem Vormonat verlieren die Liberalen im ARD-Deutschlandtrend zwei Prozentpunkte und landen bei 15 Prozent. Die Union legt dagegen zwei Punkte auf 34 Prozent zu. Demnach käme eine Schwarz-Gelbe Koalition bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 auf 49 Prozent.

Wirtschaftsminister Guttenberg: Immer beliebter in der Bevölkerung
DDP

Wirtschaftsminister Guttenberg: Immer beliebter in der Bevölkerung

Die SPD büßte in der Umfrage einen Punkt ein und kommt auf 26 Prozent. Die Grünen liegen bei elf Prozent (unverändert), ebenso wie die Linke, die sich um einen Punkt verbessert.

Das Institut Infratest dimap befragte für die sogenannte Sonntagsfrage von Montag bis Mittwoch 1500 Wahlberechtigte am Telefon.

Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würden sich der Umfrage zufolge 51 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) entscheiden. Die Kanzlerin konnte damit ihren Vorsprung auf den SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier ausbauen, für den 32 Prozent votieren würden. Bei den Anhängern der Union würden 88 Prozent für Merkel stimmen, während unter den SPD-Anhängern 61 Prozent Steinmeier wählen würden.

Auf der Liste der beliebtesten Politiker verbesserte sich Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) um 14 Punkte. Hinter Außenminister Steinmeier, mit dessen Arbeit 66 Prozent zufrieden sind, Merkel (CDU/64 Prozent) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD/57 Prozent) liegt Guttenberg nun mit 46 Prozent auf dem vierten Platz. Das sei der beste Wert, der in den vergangenen zehn Jahren im ARD-Deutschlandtrend für einen Wirtschaftsminister gemessen wurde, hieß es.

Doch selbst das positive Image Guttenbergs konnte die Union nicht vor drastischen Einbußen bei der Wirtschaftskompetenz bewahren. Nur noch 43 Prozent der Befragten trauen ihr am ehesten zu, "die Wirtschaft in Deutschland voranzubringen" - dies sind zehn Punkte weniger als im Dezember. Dem Koalitionspartner SPD trauen dies nur 16 Prozent zu.

hut/dpa/AFP



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