Umfrage FDP klettert auf 18 Prozent

Sie sind jetzt da, wo Guido Westerwelle seine Liberalen schon vor Jahren haben wollte: Die FDP erreicht in der neuen Forsa-Umfrage 18 Prozent. Der Wechselwille in der Bevölkerung ist groß - Schwarz-Gelb hätte demnach eine komfortable Mehrheit.

Hamburg - Eine 18 in der gelben Farbe der Liberalen: Diese Zahl ließ sich Guido Westerwelle einst in die Sohlen seiner schwarzen Lederschuhe einprägen. Gemeint war es als Wahlziel. 18 Prozent wollte der FDP-Chef bei der Bundestagswahl 2002 holen. Der Plan wurde als "Projekt 18" auf dem Düsseldorfer Parteitag der FDP im Mai 2001 beschlossen.

Es wurde eine Lachnummer - die Partei landete bei 7,4 Prozent.

Vom Projekt 18 redet bei der FDP schon lange niemand mehr, aber seit Wochen schwimmt die Partei auf einer Erfolgswelle: 16,2 Prozent holten die Liberalen bei der Landtagswahl in Hessen am 18. Januar und wurden damit zum Gewinner des Abends. In Umfragen geht es seit Wochen auch für die Bundespartei nur nach oben.

Und dort sind sie jetzt sogar bei eben 18 Prozent gelandet. Einer Forsa-Umfrage für den "Stern" und den Fernsehsender RTL zufolge legten die Liberalen gegenüber der Vorwoche (16 Prozent) um zwei Punkte zu.

Zusammen mit der Union, die unverändert 34 Prozent erreicht, kämen die Liberalen in einem schwarz-gelben Bündnis auf 52 Prozent. Sowohl Westerwelle als auch Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel haben zuletzt deutlich gemacht, dass sie sich nach der Bundestagswahl im kommenden September eine schwarz-gelbe Koalition wünschen - dafür würde es diesen Zahlen zufolge locker reichen.

Die SPD kommt in der Umfrage unverändert auf 23 Prozent, die Linke liegt weiter bei elf Prozent. Leicht verbessern konnten sich die Grünen, die um einen Punkt auf zehn Prozent zulegten. Zusammen kämen SPD, Grüne und Linke damit auf 44 Prozent - acht Prozentpunkte hinter Schwarz-Gelb.

Für die Erhebung befragte Forsa in der Zeit vom 2. bis 6. Februar insgesamt 2500 Bürger.

hen
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