Umfrage Grüne bundesweit auf Rekordhoch

Die Grünen jagen von einem Umfragehoch zum nächsten: Bei einer Bundestagswahl käme die Partei laut dem "Politbarometer" auf den Rekordwert von 20 Prozent - und hätte zusammen mit der SPD eine Mehrheit. Aber auch die Union konnte zulegen.

Grüne Spitzenpolitiker Trittin, Künast, Roth: Permanentes Umfragehoch
DPA

Grüne Spitzenpolitiker Trittin, Künast, Roth: Permanentes Umfragehoch


Berlin - Permanentes Umfragehoch für die Grünen: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Öko-Partei beim aktuellen ZDF-"Politbarometer" auf den neuen Rekordwert von 20 Prozent. Die Grünen legten damit im Vergleich zur letzten Befragung noch einmal um einen Prozentpunkt zu.

Zusammen mit der SPD, die auf 29 Prozent kommt, wäre damit weiterhin eine knappe parlamentarische Mehrheit von Rot-Grün im Bundestag möglich. Die Sozialdemokraten büßten allerdings einen Prozentpunkt ein.

Die Union verbessert sich in der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen dagegen um einen Punkt auf 32 Prozent. Die FDP käme auf 5 Prozent, die Linke auf 9 Prozent. Beide Parteien blieben damit unverändert.

Auf die Frage, welche Partei momentan am glaubwürdigsten ist, nannten 22 Prozent der Befragten die CDU/CSU, zwölf Prozent die SPD, zwei Prozent die FDP, sechs Prozent die Linke und 22 Prozent die Grünen. Diese Ergebnisse könnten laut ZDF ein Hinweis sein, warum vor allem die Grünen von der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung profitieren und nicht so sehr die SPD.

Die Liste der zehn wichtigsten Politiker wird weiterhin von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angeführt. Auf Platz zwei liegt wieder Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Danach folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vor Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sechster ist SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Stuttgart 21 ist inzwischen für 44 Prozent aller Deutschen ein sehr wichtiges oder wichtiges Thema, für 54 Prozent hingegen ein nicht so wichtiges oder überhaupt nicht wichtiges Thema (weiß nicht: zwei Prozent). Bei der Frage, ob der bisherige Stuttgarter Kopfbahnhof in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll, gibt es keine klaren Mehrheiten: 32 Prozent sind gegen diesen Umbau, 25 Prozent dafür und 34 Prozent ist es egal (weiß nicht: neun Prozent).

als/dpa



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michael sh 22.10.2010
1. Führungsteam nicht wählbar
Das die Partei in den Fokus gerät, ist nach Entscheidungen wie der Verlängerung der Atomlaufzeiten und Stuttgart21 nicht verwunderlich. Persönlich sind Trittin, Künast & Roth allerdings für mich und die in meinem Umfeld stehenden nicht wählbar, die Partei schon.
Klo, 22.10.2010
2. Wen wundert das?
Zitat von sysopDie Grünen jagen von einem Umfragehoch zum nächsten: Bei einer Bundestagswahl käme die Partei laut dem "Politbarometer" auf den Rekordwert von 20 Prozent - und hätte zusammen mit der SPD eine Mehrheit. Aber auch die Union konnte zulegen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,724596,00.html
Hier mal eine Liste der Regierungsmaßnahmen: - Steuersenkung für Hoteliers, weil die sonst angeblich nicht mehr wettbewerbsfähig seien. - GEZ für alle, egal ob Gerät oder nicht - Erhöhung der Kassenbeiträge für die Versicherten, aber nicht für die Unternehmer - Erhöhung von Steuern und Abgaben - Kürzung der Bildungsausgaben in zahlreichen Bundesländern - eine überzogene und dämliche Integrationsdebatte - zahlreiche teure Prestigeprojekte trotz leere Kassen - permanente Ignoranz des Bürgerwillens - Verlängerung der Atomkraftlaufzeiten bei gleichzeitig steigenden Strompreisen - Heraushängen der Staatsmacht gegen harmlose Bürger - brutale Niederschlagung friedlicher Demonstrationen - permanente Arbeitsverweigerung - Kürzung der Ausgaben für Hartz-Empfänger um 2,7 Milliarden Euro netto - Herdprämie - Diätenerhöhungen ohne Leistungserhöhung - Versagen auf allen Politikfeldern - Ignoranz der Probleme der Bevölkerung - Schönrednerei des Arbeitsmarktes - Schreien nach Zuwanderern trotz Arbeitslosigkeit von Fachleuten - Exorbitante Geschenke an Wohlhabende, an fremde Staaten und dilettierende Bankmanager - Rettung von bankrotten Unternehmen mit Steuergeldern in Billionenhöhe - gleichzeitig Verrottung der Bildungseinrichtungen, Massenschließung von Schwimmbädern und Bibliotheken - usw. usf. Mal ganz ehrlich: wollen die tatsächlich von einer Mehrheit der Bürger wieder gewählt werden, wo sie nur für 0,1% der Bürger gigantische Geschenke übrig haben und der Rest soll zahlen? Die politische Klasse hat abgewirtschaftet und kann noch froh sein, wenn das Volk "nur" die Grünen wählt. Es könnte noch ganz anders kommen.
ein netter Mann 22.10.2010
3. Grüne- erst symphatische Spinner-jetzt Berufspolitiker und karrieregeil
Zitat von sysopDie Grünen jagen von einem Umfragehoch zum nächsten: Bei einer Bundestagswahl käme die Partei laut dem "Politbarometer" auf den Rekordwert von 20 Prozent - und hätte zusammen mit der SPD eine Mehrheit. Aber auch die Union konnte zulegen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,724596,00.html
Nicht vergessen: Die "Grünen", z.B. Kerstin Göring-Eckart meinen, Multi-Kulti sei "spannend", Sarrazin und alle, welche ihm zustimmen seien rassistisch. Als Oppositionspartei können die Grünen die Finger in die Wunden der Anderen lege, aber wenn sie selbst regieren würden??? Als sie selbst mit der SPD in der Verantwortung waren, kam doch nur Sch....raus (Abschaffung der Handwerksmeister, Förderung der Schwarzarbeit auf den Baustellen durch Hinzuverdienst der Arbeitslosen usw.usf.). Jetzt werden sie, vor allem durch die Medien - auch den "Spiegel" hofiert. Für mich waren die Grünen intellektuelle Spinner und teils symphatisch, jetzt aber sind sie Berufspolitiker und karrieregeil.
barbara10 22.10.2010
4. Abwarten...
Stimmugen sind ja noch keine Stimmen. Hier (http://www.theeuropean.de/juergen-trittin/4658-die-neue-macht-der-gruenen) ein sehr interessantes Interview mit Jürgen Trittin über Kanzlerkandidatur, Schwarz-Grün, Integration und Leitkulturdebatte.
thominator, 22.10.2010
5. Lasst sie...
Zitat von sysopDie Grünen jagen von einem Umfragehoch zum nächsten: Bei einer Bundestagswahl käme die Partei laut dem "Politbarometer" auf den Rekordwert von 20 Prozent - und hätte zusammen mit der SPD eine Mehrheit. Aber auch die Union konnte zulegen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,724596,00.html
auf 40 % steigen und dann regieren. Spätestens dann wird sich zeigen, dass Deutschland ein Auswanderungsland ist.
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