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Umfrage Grüne erstmals stärkste Partei in Berlin

Die Grünen dürfen von der Macht in Berlin träumen. Bei einer Forsa-Umfrage überholte die Partei die SPD und ist damit erstmals stärkste Kraft in der Hauptstadt. Ihre mögliche Spitzenkandidatin Renate Künast liegt zurzeit gleichauf mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit.
Renate Künast: Tritt sie für die Grünen in Berlin gegen Klaus Wowereit an?

Renate Künast: Tritt sie für die Grünen in Berlin gegen Klaus Wowereit an?

Foto: A3464 Rainer Jensen/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Die Grünen liegen rund ein Jahr vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zum ersten Mal in einer Umfrage vor der SPD und damit auf Platz eins. Bei einer repräsentativen Forsa-Befragung für die "Berliner Zeitung" kamen die Grünen zwar wie im Juli erneut auf 27 Prozent der Wählerstimmen. Doch die SPD verlor einen Punkt und kommt nun nur auf 26 Prozent.

Wenn am Sonntag ein neues Hauptstadt-Parlament gewählt würde, hätte die CDU unverändert 17 Prozent, die Linkspartei 16 Prozent (plus ein Punkt). Die FDP würde mit unverändert 4 Prozent erneut den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.

"Wir haben das erwartet, auch weil die anderen Oppositionsparteien ihre Schwäche nicht überwinden können", wird Forsa-Chef Güllner zitiert. Ein weiterer Grund für die momentane Stärke der Grünen sei der Unmut über die rot-roten Regierungsparteien. Nur 33 Prozent der 1001 von Forsa befragten Berliner sind mit der Arbeit der SPD zufrieden, 61 Prozent sind es hingegen weniger oder gar nicht. Bei der Linken fällt das Urteil noch schlechter aus. Hier sind nur 24 Prozent zufrieden. Sogar 62 Prozent der eigenen Anhänger sind mit der Arbeit der Linkspartei unzufrieden.

Klaus Wowereit

Renate Künast

Die meisten Berliner (54 Prozent) glauben dennoch an einen Sieg der SPD bei der Landtagswahl. 53 Prozent fänden es gut, wenn als Regierender Bürgermeister im Amt bliebe. Doch mit hat er eine ernsthafte Rivalin. Die Fraktionschefin im Bundestag hat sich zwar noch nicht für eine Kandidatur entschieden. Aber bei einer Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters kämen beide auf 40 Prozent.

als/dpa