Umfrage Mehrheit will Wulff als Spitzenkandidaten

Die vom Kanzler vorgeschlagene vorgezogene Bundestagswahl stößt in der Bevölkerung auf breite Zustimmung. In einer Blitz-Umfrage halten zwei Drittel der Deutschen dies für einen guten Schritt. Eine Überraschung gibt es allerdings bei dem favorisierten Spitzenkandidaten der Union.


Berlin - 32 Prozent wollten den niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten Christian Wulff als den Herausforderer von Kanzler Gerhard Schröder sehen, 28 Prozent stimmten für CDU-Chefin Angela Merkel. 18 Prozent votierten für den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber.

Schröder liegt bei den Sympathiewerten im direkten Vergleich mit Merkel weiter vorn. 46 Prozent bevorzugen Schröder, 36 Prozent finden Merkel sympathischer. Bei der so genannten Sonntagsfrage schneidet die SPD dagegen weitaus schwächer ab. Wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl gewesen, würden demnach 29 Prozent der Bürger ihre Stimme der SPD gegeben, die CDU käme dagegen auf 46 Prozent. Grüne und FDP landeten gleichauf bei acht Prozent.

Von den 675 im Auftrag der ARD befragten Bürgern äußerten sich allerdings nur 38 Prozent hoffnungsvoll, dass es mit einer CDU-geführten Bundesregierung besser gehen würde. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) sahen dies skeptisch.

Die Absicht der SPD, die Wähler im Herbst 2005 zu einer vorgezogenen Bundestagswahl an die Urnen zu rufen, wird von den Bürgern mehrheitlich begrüßt. Bei einer Umfrage von Infratest Dimap unter 675 Bürgern im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" vom Sonntag begrüßten 67 Prozent der Befragten den Vorschlag. Nur 20 Prozent fanden die Idee "nicht so gut".



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