Umfrage Merkel beliebt wie lange nicht

Kanzlerin Merkel ist mit Abstand Deutschlands beliebteste Politikerin. Sie legte um zehn Prozentpunkte zu. Auch die Zustimmung der Wähler zur Arbeit der Bundesregierung ist Umfragen des ARD-Deutschlandtrends zufolge leicht gestiegen.


Berlin - Nach dem ARD-Deutschlandtrend für April legte die CDU-Vorsitzende in der Rangliste der beliebtesten Politiker um zehn Punkte zu und erreichte mit einer Zustimmungsquote von 70 Prozent ihr bestes Ergebnis seit elf Monaten. Merkel hatte vor zwei Wochen als Gastgeberin den Europäischen Jubiläumsgipfel in Berlin geleitet und die internationale Bühne genutzt, Fortschritte für einen europäischen Verfassungsvertrag anzumahnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die beliebteste Politikerin der Deutschen
DDP

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die beliebteste Politikerin der Deutschen

An Platz zwei rangiert mit Familienministerin Ursula von der Leyen ebenfalls eine CDU-Politikerin. Sie legt nach dem Erfolg im Streit um die künftige Versorgung mit Krippenplätzen gegenüber März um vier Punkte zu und erreicht 62 Prozent Zustimmung. Ihr folgt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der einen Punkt abgibt und nun bei 55 Prozent liegt. Auf den Rängen vier und fünf folgen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie Finanzminister Peer Steinbrück (SPD). SPD-Chef Kurt Beck liegt nach einem leichten Verlust in der Beliebtheit nun einen Platz schlechter als im Vormonat an achter Stelle.

In der Sonntagsfrage führt die Union gegenüber dem Vormonat unverändert mit fünf Punkten Vorsprung vor der SPD. Die Union käme auf 36 Prozent, wenn am Sonntag gewählt würde, die SPD auf 31 Prozent. Die FDP könnte einen Punkt auf elf Prozent gewinnen, Grüne und Linkspartei blieben stabil bei elf beziehungsweise acht Prozent.

Die Zufriedenheit der Deutschen mit der Regierung ist zuletzt leicht gestiegen. Zwar ist eine Mehrheit von immerhin 62 Prozent nach wie vor unzufrieden mit der Arbeit der Großen Koalition. Im Vormonat waren es aber noch 69 Prozent. Die Zufriedenheitsquote stieg dagegen von 30 auf 36 Prozent.

Für die Sonntagsfrage wurden von Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1500 Wahlberechtigte befragt. Die anderen Daten beruhen auf der Befragung von 1000 Bürgern am Montag und Dienstag.

van/ddp/Reuters



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