Umfrage Merkel hängt Beck in Wählergunst ab

Die Bundeskanzlerin ist bei den Wählern derzeit populärer als ihr potenzieller Herausforderer. Die Anstrengungen der Union in Klima- und Familienpolitik schlugen sich indes noch nicht entscheidend nieder: Hier wird jeweils den Sozialdemokraten mehr Kompetenz zugetraut.


Berlin - Wäre eine direkte Wahl zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Kurt Beck möglich, erhielte Merkel 50 Prozent der Stimmen, ergab eine am Emnid-Umfrage für den Sender N24. Beck käme auf 33 Prozent. Der SPD-Chef würde damit sechs Prozentpunkte im Vergleich zu einer Umfrage im Vorjahr verlieren; Merkel hatte damals 46 Prozent der Stimmen bekommen.

Wäre am kommenden Sonntag Wahl, würden 35 Prozent der Befragten für die CDU/CSU votieren. Die SPD bleibt mit 29 Prozent im Umfrage-Tief. FDP und Grüne teilten sich Platz drei mit jeweils elf Prozent, die Linke kommt auf neun Prozent.

Bei der Familienpolitik trauen die Wähler trotz der jüngsten Vorstöße von Familienministerin von der Leyen (CDU) der SPD größere Kompetenzen zu, sie liegt auf diesem Politikfeld mit 44 zu 41 Prozent vorne. Auch in der Klimapolitik sahen 45 Prozent der Befragten die Sozialdemokraten vorne, 36 Prozent Cdie DU/CSU. Die Unionsparteien hatten beim Thema Wirtschaftskompetenz mit 58 zu 25 Prozent die Nase vorn und waren auch in der Arbeitspolitik mit 40 zu 37 Prozent Umfragegewinner.

Für die Sonntagsfrage hatte Emnid 2763 Personen befragt, für die Kanzlerfrage und die politischen Kompetenzen rund 1000.

jaf/AP/dpa/ddp



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