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30. Januar 2013, 08:34 Uhr

Umfrage

Rot-Grün holt gegen Merkel auf

SPD und Grüne legen laut einer Forsa-Umfrage bundesweit zu. Trotzdem liegen beide Oppositionsparteien zusammen nur gleichauf mit der Union. Die FDP dümpelt wie auch die Piraten unter der Fünf-Prozent-Marke.

Hamburg - Rot-Grün ist nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen im Aufwind. Beim bundesweiten Forsa-Wahltrend für RTL und "Stern" verbesserte sich die SPD bei den Zustimmungswerten bundesweit im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 25 Prozent. Die Grünen legten einen Punkt zu und kletterten auf 15 Prozent.

Die Union dagegen brach leicht ein: Sie fiel um zwei Punkte auf 40 Prozent. Dennoch liegen CDU und CSU immer noch 15 Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten. SPD und Grüne erhalten mit zusammen 40 Prozent keine größere Zustimmung als die Union allein.

Die FDP, Koalitionspartner von Kanzlerin Merkel, bleibt trotz des starken Abschneidens in Niedersachsen ein Wackelkandidat. Bundesweit würden den Liberalen wie in der Woche zuvor nur vier Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Damit würde die Partei von Philipp Rösler den Sprung in den Bundestag verpassen.

FDP trotzdem mit Potential

Die Piraten fielen sogar um einen weiteren Punkt auf drei Prozent und sind damit vom Parlament weit entfernt. Die Linken liegen dagegen unverändert bei acht Prozent. Auf sonstige Parteien entfielen fünf Prozent der Stimmen.

Dass die FDP trotz ihres 9,9-Prozent-Ergebnisses von Niedersachsen bundesweit im Tief bleibt, erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner damit, dass ihr Erfolg in Hannover auf Rettungsstimmen von CDU-Wählern basierte. "Die Stammwählerschaft der FDP ist dadurch ja nicht gewachsen."

Das Potential der Partei sei dennoch groß, sagte Güllner. "Mehr als 30 Prozent der Bürger können sich vorstellen, eine liberale Partei zu wählen. Aber eben nicht die real existierende mit ihrem unbeliebten Vorsitzenden."

Die Union dagegen erlebe "eine Sympathiedelle", ähnlich wie nach der CDU-Wahlschlappe von Nordrhein-Westfalen. Güllner: "Dass ein weiteres Land für die CDU verlorenging, hat viele ihrer Anhänger enttäuscht und verunsichert."

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