Umfrage Schwarz-Gelb rutscht auf 38 Prozent ab

Drei Prozentpunkte hat die Union im wöchentlichen "Stern"-RTL-Wahltrend verloren, die FDP einen: Schwarz-Gelb kommt nur noch auf 38 Prozent - der schlechteste Werte seit zehn Jahren. SPD und Grüne konnten dagegen zulegen.

Koalitionspolitiker Westerwelle und Merkel: In Umfragen geht es für FDP und Union bergab
dpa

Koalitionspolitiker Westerwelle und Merkel: In Umfragen geht es für FDP und Union bergab


Berlin - Union und FDP verlieren nach ihrer Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen auch bundesweit an Zustimmung. Im wöchentlichen "Stern"-RTL-Wahltrend sackte das schwarz-gelbe Lager auf den schlechtesten Wert seit zehn Jahren ab und käme demnach bei einer Bundestagswahl momentan nur noch auf zusammen 38 Prozent. Die Union fiel im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 32 Prozent, die FDP um einen Punkt auf sechs Prozent.

SPD, Grüne und Linke verfügen in der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage gemeinsam über 54 Prozent - und damit über einen Vorsprung von 16 Punkten vor der Koalition. Die SPD verbesserte sich auf 27 Prozent (plus drei Punkte), die Grünen auf 16 Prozent (plus ein Punkt). Die Linke gab einen Punkt auf elf Prozent ab.

Auch bei der Frage nach ihrer Kompetenz verlor die Union: Nur noch 17 Prozent der Befragten fanden, CDU und CSU könnten am ehesten die Probleme in Deutschland lösen. Vor gut einem Jahr waren es 30 Prozent gewesen. Auf die Frage, was Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel nun tun solle, empfahlen ihr 43 Prozent, das Bündnis mit der FDP zu beenden und eine Große Koalition mit der SPD anzustreben.

Für den Wahltrend wurden zwischen dem 10. und dem 14. Mai 2010 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt, für die Empfehlung an die Kanzlerin 1006 Bürger vom 12. bis 14. Mai.

hen/Reuters/dpa



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