Umfrage Schwarz-Gelb verliert Mehrheit

Die Werte sind frustrierend für die neue schwarz-gelbe Koalition: Kaum mehr als einen Monat im Amt hat sie einer ARD-Umfrage zufolge bereits ihre Mehrheit verloren. Leichten Aufwind gibt es hingegen weiterhin für die SPD.

Führungsduo Merkel und Westerwelle: Schlappe für Schwarz-Gelb
ddp

Führungsduo Merkel und Westerwelle: Schlappe für Schwarz-Gelb


Berlin - Die schwarz-gelbe Koalition hat laut aktuellem ARD-"Deutschlandtrend" ihre Mehrheit verloren. Der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infrastest dimap zufolge kommen CDU/CSU und FDP bei der sogenannten Sonntagsfrage zusammen nur noch auf 47 Prozent. SPD, Grüne und Linke liegen gemeinsam bei 48 Prozent.

Während die Union unverändert 35 Prozent erreicht, ist die FDP um zwei Prozentpunkte auf zwölf Prozent gefallen. Die SPD dagegen verspürt weiter leichten Rückenwind und konnte sich um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent verbessern. Die Grünen legten einen Punkt auf 13 Prozent zu und haben damit die Linke überholt, die im Vergleich zum letzten "Deutschlandtrend" einen Prozentpunkt eingebüßt hat und noch auf elf Prozent kommt.

Eine Mehrheit der Deutschen bewertet die neue Bundesregierung der Umfrage zufolge mittlerweile kritisch. 60 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit von Schwarz-Gelb weniger oder gar nicht zufrieden. 33 Prozent erklärten, sie seien mit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden. Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei Linken-Wählern, von denen 89 Prozent ihren Unmut äußerten. Aber auch 44 Prozent der FDP-Anhänger sind demnach mit der Arbeit der eigenen Regierung in Berlin nicht einverstanden.

Unzufrieden sind viele Deutsche auch mit dem Rolle von Schwarz-Gelb beim Thema Klimaschutz. 58 Prozent gaben an, die Bundesregierung müsse mehr gegen den Treibhauseffekt tun. 38 Prozent sind der Meinung, die Regierung nehme den Klimaschutz ernst genug. Für zehn Prozent übertreibt sie es damit.

Trotz der Turbulenzen um den Afghanistan-Einsatz ist Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) so beliebt wie nie. Er legte in der Politikerzufriedenheit um sechs Punkte auf 69 Prozent zu und liegt damit knapp hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 70 Prozent (plus drei). Auch die bisherige Familien- und neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gewonnen; 66 Prozent (plus neun) beurteilen sie positiv. Auf dem vierten Platz folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 51 Prozent (plus 2). Stark verloren hat hingegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Er sackt um 19 Prozentpunkte auf 45 Prozent ab und belegt den fünften Rang.

can/AFP/dpa



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berther 10.11.2009
1.
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Schwarz sehen sollte man noch nicht , Gelb sehen vor dem Umschalten auf Rot oder Grün wäre zu witzig , aber die Situation Dunkelgrau zu sehen trifft es wohl am besten.
kdshp 10.11.2009
2.
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Hallo, wo bin ich den hier bei wünsch dir was ? Die frage sollte lauten : Wohin steuert die Koalition die Republik ?
MarkH, 10.11.2009
3. ooo
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
Sachwertdeckung, Geburtenrate steigern.. was sonst ? :)
aretana 10.11.2009
4. Leider in eine Gesellschaft,
Zitat von sysopStreit in den ersten Wochen, ein Koalitionsvertrag, in dem Kritiker konkrete Aussagen vermissen - und Reformen, die noch lange auf sich warten lassen: Die schwarz-gelbe Regierung hatte nicht den besten Start. Wohin soll die Koalition die Republik steuern?
in der die Armen ärmer und die Reichen reicher werden. Beispiel: Kranken- und Pflegeversicherung-Kopfpauschale. Durch den Steuerfreibetrag zahlen Gutverdienende minimale Beiträge, während Geringverdiener und Rentner den vollen Beitrag zahlen müssen, da sie kaum Steuern zahlen. Sehr sozial. Beispiel: Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotels auf 7%, übrigens für Hundefutter zahlte man immer schon 7%. Für Kinderartikel,-nahrung und Schulspeisung müssen 19% bezahlt werden. Ja, noch sozialer, leider nicht für diejenigen, die es nötig hätten, die werden mit 20.-€ Kindergeld abgespeist. Damit ist die Frage doch wohl beantwortet.
Roter Teufel 10.11.2009
5. Schwarz-Gelb steuert nicht
Schwarz-Gelb taumelt ideenlos so von Baustelle zu Baustelle. Ein liberales "Weiter So", mit finanzpolitischer Geisterfahrt. Kinderbetreuung und Schulsystem bleiben "Altbacken". siehe Herdprämie Weiterhin Kriegsbeteiligung Es bleibt der Moloch BA Im Gesundheitswesen Tendenzen zur Kopfprämie Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung Vor Ablauf der Legislaturperiode ist die Schwarz-Gelbe Mehrheit (Landtagswahlen) dahin. Uns steht ein 4-Jähriges-Abwärtstaumeln bevor. Eine echte Enttäuschung.
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