Umfrage SPD stürzt auf 24 Prozent ab, Mehrheit für Schwarz-Gelb

Adieu Volkspartei - für die SPD geht es in Umfragen kontinuierlich bergab. Jetzt liegen die Genossen nur noch bei 24 Prozent - der schlechteste Wert seit der Bundestagswahl 2005. Die Beliebtheit von Kanzlerin Merkel hat einen neuen Jahresrekord erreicht.


Hamburg - Die SPD steckt in der Dauerkrise und verliert in der Wählergunst weiter an Zustimmung. Laut der heute veröffentlichten aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL verliert die Partei im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommt nur noch auf 24 Prozent - der niedrigste Wert seit der Bundestagswahl 2005.

Kanzlerin im Hoch, SPD-Chef im Umfragetief: Nur 17 Prozent der Deutschen wünschen sich Beck als Kanzler
DDP

Kanzlerin im Hoch, SPD-Chef im Umfragetief: Nur 17 Prozent der Deutschen wünschen sich Beck als Kanzler

Dagegen ist die Union weiter im Aufwind. Der Umfrage zufolge gewinnen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte hinzu und kommen jetzt auf 39 Prozent. Diesen Wert erreichte die Union zuletzt im Mai 2006. Möglich wäre damit auch wieder eine Bundestagsmehrheit für eine Koalition aus Union und FDP.

Zugpferd der Union ist die Bundeskanzlerin. Rund 80 Prozent der Unionsanhänger stehen hinter Angela Merkel. Selbst bei SPD-Wählern ist Merkel beliebt: 42 Prozent sprechen sich im direkten Vergleich mit SPD-Chef Kurt Beck für die CDU-Politikerin aus. Nur 30 Prozent der SPD-Anhänger hätten lieber Beck als Regierungschef.

Von allen Befragten wünschen sich derzeit nur 17 Prozent Kurt Beck als Bundeskanzler. Für Merkel sprechen sich 55 Prozent aus - ein Jahresrekordwert.

Die Linke verbessert sich um einen Punkt und erklimmt mit 13 Prozent ihren höchsten Stand seit der Wahl 2005. Sie ist damit die drittstärkste politische Kraft im Bund. Wie die Freidemokraten verharren auch die Grünen im Vergleich zur Vorwoche auf 10 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 4 Prozent der Bürger entscheiden (minus 2 Zähler).

Für die Umfrage wurden vom 18. bis 22. Juni 2501 Bundesbürger befragt.

hen/ddp



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