Update - der SPON-Wahltrend Union stark, Rot-Rot-Grün schwächelt

Die Wochenumfrage von SPIEGEL ONLINE zeigt Veränderungen in der Wählergunst: Welche Parteien legen zu, welche verlieren? Erfahren Sie die aktuellen Ergebnisse - und stimmen Sie erneut ab.

Nach Monaten des Stillstands kommt Bewegung in die politische Stimmung: Im SPIEGEL-ONLINE-Wahltrend gewinnen die Unionsparteien hinzu, SPD, Linke und Grüne müssen leichte Einbußen hinnehmen.

Diese und andere Ergebnisse zeigtdie wöchentliche Umfrage von SPIEGEL ONLINE und dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Im Superwahljahr 2017 stimmen unsere Leser regelmäßig über ihre Parteipräferenz ab - in Echtzeit, für jeden Nutzer zugänglich und mit repräsentativen Ergebnissen.

Wir ordnen jede Woche ein, wer vorne liegt, wer verloren hat, und welche möglichen Gründe es dafür gibt. Nach jeder Auswertung können Sie die Sonntagsfrage erneut beantworten.

In der vergangenen Woche fragten wir: Welche Partei würden Sie wählen?

1. So haben Sie abgestimmt

Hätte Deutschland in dieser Woche gewählt, kämen CDU und CSU gemeinsam auf 36,1 Prozent, die SPD auf 20,5 Prozent. Die AfD ist im SPON-Wahltrend mit 13,3 Prozent drittstärkste Kraft. Die Grünen kommen auf 9,9 Prozent, die Linke auf 9,4 Prozent, die FDP auf 6,4 Prozent.


Wäre jetzt Bundestagswahl, würde es nach wie vor nicht für Rot-Rot-Grün, Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb reichen. Eine Koalition mit der AfD haben alle Parteien ausgeschlossen.

2. Union legt zu, Grüne und Linke verlieren

Die Terror- und Sicherheitsdebatte nach dem Anschlag von Berlin nutzt offenbar der Union. Im Vergleich zur letzten Umfrage im Dezember haben CDU und CSU fast zwei Prozentpunkte dazugewonnen, die SPD hat knapp einen Prozentpunkt verloren. Linke und Grüne können offenbar kein Vertrauen aufbauen und rutschen unter die Zehn-Prozent-Marke. Kaum Bewegung gibt es bei FDP und AfD.

Es gibt eine Reihe von Ereignissen, die die Wählerstimmung weiter beeinflussen können: Die Parteien buhlen zum Jahresbeginn um Aufmerksamkeit, haben Spitzenrunden und Klausuren abgehalten. Die Grünen küren am Mittwoch ihr Spitzenkandidaten-Duo, die SPD entscheidet noch im Februar über ihren Kanzlerkandidaten. CDU und CSU stehen zwar verhältnismäßig stabil da, streiten aber weiter über Flüchtlingspolitik und Wahlkampfstrategie. Anfang Februar wollen sich die Spitzenleute der Schwesterparteien in München zusammenraufen.

3. SPD punktet bei Menschen über 65

Die Volksparteien finden stabil quer durch alle Altersgruppen Zuspruch. Allerdings gibt es keine Altersgruppe, in der die SPD der Union überlegen ist - auch nicht bei jüngeren Wählern. Am ehesten punkten die Sozialdemokraten noch bei Menschen über 65.

Ansonsten ist ein Trend erkennbar, den SPIEGEL ONLINE bereits ausführlich beschrieben hat: Je älter die befragten Bürger sind, desto eher würden sie die AfD wählen. Umgekehrt ist es bei den Grünen.

Anmerkung der Redaktion: Bei der Befragung nach Altersgruppen und ihrer Parteipräferenz ist die statistische Fehlertoleranz derzeit verhältnismäßig groß, sehr feine Unterschiede sind in diesen Ergebnissen also nicht aussagekräftig. Durch wiederholte Befragungen fallen diese Resultate künftig präziser aus.


Sie wollen selbst die Sonntagsfrage beantworten? Stimmen Sie hier ab:

Hier können Sie mitmachen und sich als Teilnehmer registrieren. Den aktuellen Stand sehen Sie sofort, wenn Sie teilgenommen haben. Mehr zur Methodik, und wie aus den Rohdaten repräsentative Ergebnisse gewonnen werden, erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel. SPIEGEL ONLINE wertet die Ergebnisse jede Woche aus und informiert Sie über spannende Entwicklungen und Veränderungen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.