Umfrage Union auf Jahreshoch - Merkel 41 Punkte vor Beck

CDU und CSU legen in der Wählergunst weiter zu - die SPD sackt weiter ab. Mit 40 Prozent erreichte die Union in einer Umfrage den besten Wert seit anderthalb Jahren. Dabei können die Wähler keine großen programmatischen Unterschiede zwischen den Koalitionsparteien erkennen.

Hamburg - Die Union ist in der Wählergunst auf ein neues Jahreshoch gestiegen. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL steigerte sie sich im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 40 Prozent. Es ist ihr bester Wert seit Anfang 2006. "Der Fahndungserfolg gegen die islamistischen Terroristen in Deutschland hat die Wähler von CDU und CSU stabilisiert", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Stern".

Die SPD fiel auf 25 Prozent - einen Punkt weniger als in der Vorwoche. Ebenfalls einen Punkt verlor die FDP, die auf ihr Jahrestief von acht Prozent absackte. Die Grünen verharrten bei zehn Prozent. Die Linkspartei gab einen Punkt ab und erreicht elf Prozent.

Bundeskanzlerin Angela Merkel baute ihren Vorsprung in der Beliebtheit weiter aus. Gefragt, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich 59 Prozent der Bürger für die Regierungschefin, die damit ihren besten Wert seit der Bundestagswahl vor zwei Jahren erzielt. Für SPD-Chef Kurt Beck würden 18 Prozent stimmen. Nach seinem innerparteilichen Machtwort konnte er damit im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte zulegen. Der Abstand zwischen ihm und Merkel beträgt jedoch weiter mehr als 40 Punkte.

Große programmatische Unterschiede zwischen Union und SPD können die Wähler laut Umfrage nur noch schwer erkennen. Lediglich 17 Prozent sahen starke Differenzen bei den Programmen von CDU und SPD. 53 Prozent erklärten, die Programme würden sich etwas unterscheiden. 20 Prozent haben den Eindruck, dass es keinen Unterschied mehr gibt.

Befragt wurden vergangene Woche für die Parteienpräferenz 2501 Bundesbürger, für die Politikerpräferenz 1001 Bürger.

ler/AFP/dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.