Forsa-Umfrage Union fällt auf 40 Prozent

Die Union hat durch die Drohnenaffäre um Minister Thomas de Maizière bei den Wählern an Ansehen verloren. Bei einer Forsa-Umfrage kommen CDU und CSU nur noch auf 40 Prozent. Die FDP kletterte dagegen auf fünf Prozent.


Hamburg - Die Union kann offenbar von den Hochwasserauftritten Angela Merkels nicht profitieren, weil ihr Verteidigungsminister Thomas de Maizière in der Drohnenaffäre immer mehr unter Druck gerät. Bei der neuen Umfrage von Forsa für RTL und "Stern" verloren CDU und CSU einen Prozentpunkt und fielen damit auf 40 Prozent.

Die FDP konnte sich dagegen um einen Punkt auf 5 Prozent verbessern und würde dadurch den Sprung in den Bundestag schaffen. Auch die Linke legte um einen Punkt zu - von 8 auf 9 Prozent.

SPD (24 Prozent) und Grüne (13 Prozent) blieben dagegen bei ihren Werten aus der Vorwoche. Piraten und die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" stürzten dagegen ab: Beide verloren einen Punkt und hätten mit je 2 Prozent keine Chance auf einen Einzug in den Bundestag. Für sonstige Parteien wollten 5 Prozent der Wähler stimmen.

Rund hundert Tage vor der Bundestagswahl am 22. September liegt die schwarz-gelbe Koalition mit zusammen 45 Prozent damit unverändert 8 Prozentpunkte vor SPD und Grünen (gemeinsam 37 Prozent), hätte alleine aber keine Mehrheit zur Regierungsbildung.

Das Ansehen Merkels ist nach wie vor hoch. Auf die Frage, wer im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes bislang die bessere Figur gemacht habe, nannten in einer Umfrage 69 Prozent der Befragten (darunter 52 Prozent der SPD-Anhänger) den Namen der Kanzlerin. Nur 11 Prozent bescheinigten dies dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. 42 Prozent glauben, dass Merkel nach dem 22. September mit der FDP weiterregieren kann. 48 Prozent jedoch bezweifeln dies.

Sollte es nach der Wahl die Alternative einer schwarz-grünen oder einer große Koalition geben, würden 56 Prozent der Bürger eine Koalition von Union und SPD vorziehen. Nur 31 Prozent wünschen ein Bündnis aus Union und Grünen. Eine rechnerisch mögliche Koalition aus SPD, Grünen und der Linken stößt laut der "Stern"-Umfrage auf große Vorbehalte: 58 Prozent lehnen dies ab. Lediglich 32 Prozent plädieren für eine derartige Konstellation. In der Frage der Linken-Beteiligung im Bund zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen: Während die Westdeutschen Rot-Rot-Grün vehement ablehnen (62 Prozent dagegen), würde die Mehrheit der Ostdeutschen dies gutheißen (54 Prozent dafür).

Könnten die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen, würden sich nach dem "Stern"-RTL-Wahltrend wie in der Vorwoche 57 Prozent für Merkel und 20 Prozent für Steinbrück entscheiden.


Daten zur Umfrage:

Stichprobe: Forsa befragte 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Zeitraum: 3. bis 7. Juni 2013

Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte

als

insgesamt 255 Beiträge
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Seite 1
u.loose 12.06.2013
1. Na dann reicht es ja
für Rot, Dunkelrot und ganz ganz Dunkelrot.... Schon verblüffend das sich bald 10% der Wähler für die Kommunisten erwärmen können...
curti 12.06.2013
2. Das kriegt.....
Zitat von sysopDie Union hat durch die Drohnen-Affäre um Minister Thomas de Maizière bei den Wählern leicht an Ansehen verloren. Bei einer Forsa-Umfrage kommen CDU und CSU nur noch auf 40 Prozent. Die FDP kletterte dagegen auf fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-union-faellt-auf-40-prozent-a-905209.html
....Angela wieder fix gebogen im Endspurt. Entscheidend wird sein, die lästigen, nimmersatten Kläffer von der FDP zu brüskieren und sich dann mit dem Wunschparter aSPD zur GroKo zu finden. Das waren noch Zeiten mit den Steinis und vor allem Münte, gelle Angela!
Palmstroem 12.06.2013
3. SPD fällt auf 24%
Zitat von sysopDie Union hat durch die Drohnen-Affäre um Minister Thomas de Maizière bei den Wählern leicht an Ansehen verloren. Bei einer Forsa-Umfrage kommen CDU und CSU nur noch auf 40 Prozent. Die FDP kletterte dagegen auf fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-union-faellt-auf-40-prozent-a-905209.html
Die bessere Schlagzeile wäre wohl: *SPD fällt auf 24%* Trotz aller Bemühungen vieler Medien den Euro Hawk zur Affaire de Maiziere zu machen hat die SPD nicht davon profitiert. Die Versuche den mißglückten Wahlkampf der SPD durch hochgeputschte Skandälchen zu übertünchen bringt keinen Erfolg, weil die Wähler lieber etwas Konkretes über SPD-Politik hören wollen - nur da ist nichts - außer Steuererhöhungen!
silvester76 12.06.2013
4. Elfmeter ohne Torwart
Also wenn Mutti die Wahl im September mit diesen Vorlagen nicht gewinnt, dann weiß ich es auch nicht: - schwache SPD - Hochwasser wie 2002 (Grundlage für Schröders Sieg) - FDP zurück auf 5% - die Leute wollen Steinbrück nicht als Kanzler Wenn sie jetzt noch rechtzeitig ihrem Drohnen-Minister ihr vollstes Vertrauen ausspricht, ist der Sieg so gut wie im Sack. Gefallen wird's mir nicht, aber so wird's halt kommen.
fuenfringe 12.06.2013
5. Da
Zitat von sysopDie Union hat durch die Drohnen-Affäre um Minister Thomas de Maizière bei den Wählern leicht an Ansehen verloren. Bei einer Forsa-Umfrage kommen CDU und CSU nur noch auf 40 Prozent. Die FDP kletterte dagegen auf fünf Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-union-faellt-auf-40-prozent-a-905209.html
kann man doch nur heulen. Weshalb um alles in der Welt klettern die Werte für die Ferkel-Partei? Man begreift's nicht...
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