Umfrage Union fällt auf Jahrestief

Die Union steht in der Wählergunst weiterhin schlecht da. In einer aktuellen Forsa-Umfrage erreichen CDU und CSU nur noch 30 Prozent der Stimmen - ein Jahrestief. Zulegen konnte die SPD. An den Grünen kommt die Partei jedoch nicht vorbei.

Angela Merkel und Philipp Rösler: Laut der Umfrage bekämen Union und FDP derzeit keine Mehrheit
dapd

Angela Merkel und Philipp Rösler: Laut der Umfrage bekämen Union und FDP derzeit keine Mehrheit


Hamburg/Berlin - Der Erfolg in Bremen scheint den Sozialdemokraten etwas Auftrieb zu geben: Die SPD hat in der wöchentlichen Umfrage des Instituts Forsa um drei Prozentpunkte zugelegt. Mit jetzt 24 Prozent liegt die Partei aber immer noch hinter den Grünen, die weiter auf 26 Prozent kommen.

Die Union büßte in der Umfrage für das Magazin "Stern" und den Sender RTL zwei Punkte ein. CDU und CSU fallen damit zum dritten Mal auf ihr Jahrestief von 30 Prozent, wie der "Stern" am Dienstag meldete.

Auch die Liberalen verschlechtern sich: Sie verlieren einen Punkt und rutschen mit vier Prozent wieder unter die Fünfprozentmarke. Die Linke sinkt um einen Punkt auf acht Prozent. "Sonstige Parteien" erhielten in der Umfrage ebenfalls acht Prozent.

In der sogenannten Sonntagsfrage käme Rot-Grün auf eine deutliche Mehrheit. Wäre jetzt Bundestagswahl, erreichten die Parteien eine absolute Mehrheit von zusammen 50 Prozent der Stimmen. Das wäre ein Vorsprung von 16 Punkten vor dem schwarz-gelben Regierungslager (gemeinsam 34 Prozent). Die nächste Bundestagswahl ist 2013.

Forsa führte seine Umfrage vom 23. bis 27. Mai durch. Der jüngste Beschluss zum Atomausstieg ist darin somit noch nicht berücksichtigt. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", die Wähler der Union seien auch durch die Debatte um die Großstadtkompetenz der Partei und die lauter werdende Kritik am Kurs von Kanzlerin Angela Merkel verunsichert.

Die Lage der SPD sei trotz des aktuellen Zugewinns "katastrophal". Güllner sagte: "Sie hat sich immer noch nicht von ihrem historischen Tief bei der letzten Bundestagswahl erholt." Dass Parteichef Sigmar Gabriel vergangene Woche Reformern aus den Reihen der Linken eine neue Heimat angeboten habe, nannte der Forsa-Chef eine "nicht falsche Überlegung", denn besonders die ostdeutschen Linken-Wähler ähnelten in ihrer Struktur denen der SPD. "Hauptaugenmerk muss aber sein, die zehn Millionen früheren Wähler der SPD zurückzugewinnen", sagte Güllner.

ler/dpa



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Klapperschlange 31.05.2011
1. Deutschland schafft sich ab!
Zitat von sysopDie Union*steht in der Wählergunst weiterhin schlecht da. In einer aktuellen Forsa-Umfrage erreichen*CDU und CSU*nur noch 30 Prozent der Stimmen - ein*Jahrestief.*Zulegen konnte*die SPD. An den Grünen kommt die Partei jedoch nicht vorbei. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765824,00.html
Bei Merkels Eierkurs ist dies doch kein Wunder! Wo sind die gestandenen Kerle in der CDU, die jetzt mal das Heft in die Hand nehmen? Noch ist Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl die Stimmung in der Bevölkerung aufzunehmen und entsprechend politisch umzusetzen. Warum wird die Bevölkerung nicht aufgeklärt, dass der Verzicht auf Atomstrom viele, viele ökonomische Gefahren für dieses Land mit sich bringt? Deutschland, einziges Land weltweit, das so auf den Unfall in Japan reagiert!
Schlumperli 31.05.2011
2. Kein Wunder
Wenn man anderen Parteien hinterher läuft, verliert man die eigene Stammwählerschaft. Mit "grünen Themen" die Grünen schwächen ? - Blödsinn Wer "Öko-Spinnereien", "Multi-Kulti" oder "Schul-Experimente" will, der wählt gleich die Grünen, das Original. Genauso bekloppt wäre es, würde Schwarz/Gelb den Kommunismus einführen, um die Links-Partei zu schwächen. Merkels Union ist einfach nicht mehr "konservativ". Höchste Zeit für einen neue "Rechts-Partei"
Michael KaiRo 31.05.2011
3. Ein tolles Ergebnis!
Zitat von sysopDie Union*steht in der Wählergunst weiterhin schlecht da. In einer aktuellen Forsa-Umfrage erreichen*CDU und CSU*nur noch 30 Prozent der Stimmen - ein*Jahrestief.*Zulegen konnte*die SPD. An den Grünen kommt die Partei jedoch nicht vorbei. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765824,00.html
Was? Noch 30 % der Wähler votieren für diese unsägliche Partei(en) ? Was müssen Politiker denn noch tun, dass sie gar nicht mehr gewählt werden? Da hilft nur eins: Angie so schnell wie möglich in die Uckermark versenden und den Bürger wirklich neu entdecken.
flankendiskriminator 31.05.2011
4. ...
Die Grünen auf 26%, 4% hinter der CDU/CSU. Wow. Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht?
Quatschtuete 31.05.2011
5. Schweigen ist Gold
den Umfragen nach geht es den Deutschen also blendend. Denn wer Rot-Grün präferiert kann keine anderen Sorgen haben. Zumal Rot-Grün bei dem schwerwiegendsten momentanem Problem schweigt, nämlich bei der Euro-Krise. Was lernt man daraus - Schweigen ist Gold.
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