Umfrage Union holt nur mühsam auf

Die Union konnte sich bei einer Forsa-Umfrage nur leicht verbessern. Die FDP schaffte es knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Die immer noch starken Grünen wurden erstmals seit Wochen wieder von der SPD überholt.

Die Grünen haben in der Wählergunst wieder leicht verloren. 22 Prozent der Wähler würden laut der wöchentlichen Forsa-Umfrage für RTL und "Stern" derzeit für die Öko-Partei stimmen. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Mit weiterhin 23 Prozent liegt die SPD erstmals seit sieben Wochen wieder vor den Grünen.

Die Union konnte sich laut der Umfrage, die vor dem CDU-Parteitag in Karlsruhe gemacht wurde, erneut ein wenig verbessern. Die Partei von Kanzlerin Merkel erreichte 33 Prozent (plus ein Prozentpunkt) - was sogar ein Sechs-Monats-Hoch bedeutet. Die FDP stagniert bei fünf Prozent.

Die Linke gewann einen Prozentpunkt und erreichte elf Prozent. Damit liegt das Regierungsbündnis aus Union und FDP 18 Prozentpunkte hinter den Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt die etwas schwächeren Werte für die Grünen damit, dass die Politiker der Union die Grünen wieder als politischen Gegner entdeckt hätten und sich klarer abgrenzten. Zudem hätten die Gorleben-Proteste eine Kluft zwischen Altgrünen und Zuwanderern aus dem bürgerlichen Lager aufgerissen, sagte Güllner dem "Stern": "Solidarität mit Schotterern wollen diese Neuwähler nicht."

Für die Erhebung sind 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 8. bis 12. November befragt worden.

als/DAPD
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