Umfrage Union rappelt sich wieder auf 30 Prozent

Aufatmen bei CDU und CSU: Nach dem Umfragetief im Juli kommt die Union wieder auf die 30-Prozent-Marke. Doch auch die SPD bleibt laut einer neuen Erhebung in der Wählergunst stark. Den wirtschaftlichen Aufschwung kann die Regierung nicht für sich nutzen.

Koalitionspartner Seehofer und Merkel: Kein Rückenwind durch Konjunktur
DDP

Koalitionspartner Seehofer und Merkel: Kein Rückenwind durch Konjunktur


Hamburg - Auch die Sommerpause versöhnt die Bundesbürger nicht mit der schwarz-gelben Regierung. Immerhin kann sich die Union nach ihrem Absturz in der Wählergunst wieder leicht steigern. Im Juli waren CDU und CSU mit 29 Prozent auf den schlechtesten Wert seit vier Jahren abgerutscht, nun kommen sie zusammen wieder auf 30 Prozent, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend hervorgeht.

In der Umfrage für das Magazin "Stern" und RTL verharrte die FDP bei fünf Prozent. Damit läge die Koalition weiter gut 13 Punkte unter dem Ergebnis der Bundestagswahl im September.

Die SPD konnte zwar nicht zulegen, hielt aber in der vierten Woche in Folge ihr Jahreshoch von 28 Prozent. Die Linke erreichte bei der Umfrage erneut elf Prozent. Die Grünen verloren einen Punkt und erzielten 18 Prozent.

Insgesamt liegen die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke mit gemeinsam 57 Prozent in der Wählergunst weit vor den Regierungsparteien mit nur 35 Prozent.

Schwarz-Gelb kann offenbar also nicht von der wirtschaftlichen Erholung profitieren. Die Menschen müssten erleben, wie der Staat spare und Leistungen kürze, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner. Auch sei die Skepsis groß, ob der Aufschwung von Dauer sei.

Den Deutschen sei klar, dass die Politik nur begrenzten Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung habe, sagte Güllner. "Die Leute wissen, dass die Politik nicht einfach den Hebel umlegen kann, und dann läuft die Konjunktur gut oder schlecht. Die Bankenkrise wurde ihr nicht angelastet, nun werden ihr gute Zahlen nicht zugeschrieben."

mmq/dpa/apn



insgesamt 4563 Beiträge
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reikur 10.07.2010
1.
Zitat von sysopDie Kanzlerin steht in der Kritik, die Regierung kommt aus den schlechten Schlagzeilen nicht heraus - was muss sich ändern bei Schwarz-Gelb?
Zurücktreten, Neuwahlen
Brand-Redner 10.07.2010
2. Dekadenz
Zitat von sysopDie Kanzlerin steht in der Kritik, die Regierung kommt aus den schlechten Schlagzeilen nicht heraus - was muss sich ändern bei Schwarz-Gelb?
Wenn schon nicht das Land, dann sollte Merkel wenigstens die eigene Partei vor weiterem Schaden bewahren. Dazu ist es allerdings unvermeidlich, nun endlich den spätrömisch Dekadenten den Stuhl vor die Tür zu setzen. Gelingt dies nicht, kann man Merkel & Co. nur noch eines empfehlen: Abtreten und Neuwahlen ausrufen!
BeckerC1972, 10.07.2010
3.
Ich würde ihr einen zügigen Rücktritt nahelegen - zusammen mit den ganzen anderen "Nach der Wahl ist alles anders"-Lügnern. Jaja, Politiker haben immer nur gelogen. Weiß ich auch. Ist aber kein Pro-Argument. Wenn plötzlich die Gestaltungsräume der Politik vollkommen erschöpft sind und man sich eh nur "Sachzwängen" unterwerfen muss, ist der Gedanke der Kompetenzsteuerung eh hinfällig. Bestes Beispiel dürfte wohl der Gigantenwurf "Gesundheitsreform" sein. Welch' eine Leistung. Im Moment ist es wirklich ein Trauerspiel in Berlin. Und überall sonst auch. Die mentale Verjüngung steht aus - und der Wille, auch mal neue Wege zu beschreiten. Immerhin bedeuten neue Wege auch das Abschneiden alter Zöpfe - und das will ja niemand wirklich.
beobachter1960 10.07.2010
4. Schröder 2.0
Bei der CDU vollzieht sich eine ähnliche Entwicklung wie damals in der SPD. Die Mitglieder und das Programm sind nur Makulatur, dienen der Außendarstellung, haben aber keine Funktion mehr. Regiert und Gestaltet wird per Erlaß und auf Einflüsterung von Beratern. Und diese kommen aus "der Wirtschaft" und der Lobby. Selbstverständlich ist dann auch alles "Alternativlos", man sucht ja auch eine Alternativen mehr. Es würde mich nicht wundern wenn jemand wie Koch demnächst mit Merz zusammen eine Partei gründet der dann der rechte Flügel der CDU zufließt.
D0nJuAn 10.07.2010
5. lächerlich
Wenn ich diesen Arroganten Söder noch einmal im Fernsehen sehe werf ich nen Bierkrug auf ihn. Dieses ewig intrigante zerstörerische von dieser Person ist einfach nur wiederlich. Das sagt schon alles über die Bayrische CSU aus.Wie kann man denn jeden Ansatz der eigenen Partei ständig auf dem Alter der Landespolitik und des eigenen Egos opfern. Wie Machtgeil und Egozentrisch muss ein Mensch sein, dass er sich bei jeder Gelegenheit zu Wort meldet. Die sollten sich lieber darum kümmern, dass der Rößler mit sienen Reformen weitermacht schließlich ist er noch ein paarJährchen im Amt und allein gestern habe ich 3 Interviews gelesen wo er gesagt hat, dass das ganze nur ein 1. Schritt ist um das ganze bis 2011 zu stabilisieren damit sie sich an die Struktur machen könne. Er wisse selber, dass es dabei nicht bleiben kann. Jetzt wird dieser Mann wieder von emporlingen der eigenen Partei versucht zu stürzen. Dieses Kasperletheater ist lächerlich.
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