Umfragehoch Kuhns Sieg beflügelt Grüne

Die aktuelle Forsa-Umfrage sieht die Grünen im Aufwind, die Partei klettert in der Wählergunst auf 15 Prozent. Ein Grund könnte der Erfolg von Fritz Kuhn sein, der in Stuttgart als erster Grünen-Politiker eine Landeshauptstadt regiert. Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen im Bund nun gleichauf.

Grüner Fritz Kuhn: Bundesweiter Sympathieschub
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Grüner Fritz Kuhn: Bundesweiter Sympathieschub


Stuttgart - Es ist ihr bester Wert seit acht Monaten: Die Grünen steigen laut Wahltrend von "Stern" und RTL im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 15 Prozent. Fritz Kuhns Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart beschert der Partei bundesweit offenbar einen Sympathieschub. Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa fand unmittelbar nach der Abstimmung vom 22. bis 26. Oktober statt.

Die Sozialdemokraten, die beim zweiten Wahlgang in Stuttgart nicht mehr angetreten waren, fallen laut der Erhebung in der bundesweiten Stimmung um einen Punkt auf 26 Prozent. Die SPD liegt damit wieder auf dem Niveau vor der Nominierung von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Auch die Linke verliert einen Punkt, sie rutscht damit auf acht Prozent.

Die Werte der übrigen Parteien bleiben stabil: Die Union kommt unverändert auf 38 Prozent Zustimmung. Den Liberalen wollen nur drei Prozent der Befragten ihre Stimme geben, den Piraten fünf Prozent.

Mit jeweils zusammen 41 Prozent liegen Union und FDP sowie SPD und Grüne in der Wählergunst nun gleichauf. Mit dem Schönheitsfehler, dass die Liberalen unter der Fünf-Prozent-Marke bleiben und damit nicht ins Parlament einziehen würden, wären am Sonntag Bundestagswahlen.

Unter dem Erstarken der Grünen hat nach Meinung von Forsa-Chef Manfred Güllner vor allem die SPD zu leiden. "In Baden-Württemberg muss die SPD aufpassen, dass sie als Juniorpartner der Grünen nicht unter die Räder kommt. In Stuttgart ist sie schon fast nicht mehr existent", sagte er dem "Stern". Auch bundesweit müssten die Sozialdemokraten achtgeben, dass sie sich nicht zu sehr mit den Grünen "verbrüdere und verschwestere". Sonst wählten viele lieber gleich das Original.

Unions-Wähler würden dagegen nicht zu den Grünen überlaufen. Güllner: "Bundesweit gibt es diesen Trend nicht. Auch in Stuttgart bekam die CDU ähnlich viele Stimmen wie bei der letzten Landtagswahl."

heb

insgesamt 65 Beiträge
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gruenbonz 30.10.2012
1. Die Grünen verkleben der SPD den Atem
um in den verschwurbelten Worten von Kuhn zu sprechen. Der Sturz der SPD ist beispiellos.
cobdet 30.10.2012
2. Habe ich in der Schule nicht aufgepasst ?
Wie so liegen Schwarz -Geld und Rot grün gleich auf, wenn der Karnevalsverein von Rössler ( Gott sei Dank) nicht mehr dabei sein wird ? Oder ist etwa die 5% Hürde abgeschafft worden damit Westerwelle weiter den AM spielen kann ?
achim-bonn 30.10.2012
3.
Zitat von sysopAFPDie aktuelle Forsa-Umfrage sieht die Grünen im Aufwind, die Partei klettert in der Wählergunst auf 15 Prozent. Ein Grund könnte der Erfolg von Fritz Kuhn sein, der in Stuttgart als erster Grünen-Politiker eine Landeshauptstadt regiert. Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen im Bund nun gleichauf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfragehoch-fuer-gruene-kuhns-sieg-befluegelt-partei-a-864167.html
Ein Jahr vor der Wahl sind das nur Momentaufnahmen der jetzigen Stimmung bei den Befragten ca 1000 Leuten, die nichts über den tatsächlichen Wahlausgang sagen.
okokberlin 30.10.2012
4.
die sonstigen parteien erreichen 5 %. da würde ich doch gerne mehr erfahren wie sich das dort aufteilt. unter garantie ist die "bundesvereinigung freie wähler" dort stark vertreten - die einzigste alternative zum esm, euro-wahnsinn von rot,brün,gelb,schwarz.
papayu 30.10.2012
5. Unverfaelschte Statistik ??
Da sitzen doch in allen Parteien Berufsversager oder den studierten Beruf in ausgeuebt und die wollen uns jetzt regieren. Ein Gruselkabinett CDU und ein Panoptikum SPD. Also eins ist klar fuer mich, ich gehe nicht zur Wahl. Wozu auch. Vor vielen Jahren gab es mal einen Schachautomaten auf den Jahrmaerkten. Da sass ein Zwerg drin und mittels Hebeln bewegte er die Figuren und gewann. Aber ein Grossmann passt nun mal nicht in einen Hosenanzug und trotzdem werden immer noch die Reden der Pfarrerstochter vorgeschrieben und dann noch mit Grossbuchstaben, sie ist ja sooooooo eitel! Das ist aber dann auch alles, salamat poh.
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