Umweltministerium Ältere AKW weisen Sicherheitsdefizite auf

Das Bundesumweltministerium hält laut einem Zeitungsbericht die vier ältesten deutschen Kernkraftwerke für weniger sicher als neuere Anlagen. Besonders gefährdet seien sie bei Flugzeugabstürzen.


Passau - Es gebe "bauartbedingte Defizite" bei den betagten Reaktoren, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine "konzeptionelle Bewertung der Kernkraftwerke Biblis, Neckarwestheim 1 und Brunsbüttel durch Experten des Bundesumweltministeriums.

AKW Biblis (Archiv): "Keine Schutzmaßnahmen gegen Flugzeugabsturz"
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AKW Biblis (Archiv): "Keine Schutzmaßnahmen gegen Flugzeugabsturz"

Bei Biblis A gebe es "keine Schutzmaßnahmen gegen den zufälligen Absturz eines Militärflugzeuges". Auch Brunsbüttel habe "keine Schutzvorkehrungen gegen Flugzeugabstürze". Biblis B habe Schutzvorkehrungen gegen einen Starfighter-Absturz, die Beherrschung des Absturzes eines Verkehrsflugzeuges sei jedoch "fraglich". Die gleiche Wertung geben die Experten für Neckarwestheim I ab. Auch, wo Schutzmaßnahmen gegen Flugzeugabstürze ergriffen seien, wären die Kernkraftwerke beeinträchtigt: "Es handelt sich lediglich um Schadensminderung zur Vermeidung von katastrophalen Auswirkungen."

Nach dem Atomgesetz müsse Biblis A "voraussichtlich" im Juni 2008 stillgelegt werden, Neckarwestheim und Biblis B im April 2009, im September 2009 Brunsbüttel. Das Atomgesetz beruhe auf der Vermutung, dass ältere Reaktoren unsicherer als neue seien. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte bereits vor rund zwei Wochen vor unzureichender Sicherheit bei den älteren deutschen Atomkraftwerken gewarnt.

AFP



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