Union Arbeitnehmerflügel billigt Kirchhofs Steuerpläne

Der heftig umstrittene Kirchhof-Steuerplan bekommt Unterstützung vom Arbeitnehmerflügel der CDU: Ihm sei es "lieber, dass die Reichen einheitlich 25 Prozent zahlen", als dass sich die Hälfte um die Steuerzahlung drücke, sagte CDA-Vizechef Gerald Weiß.


Berlin - Weiß befürwortete im ZDF-"Morgenmagazin" den von Paul Kirchhof geforderten einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent bei gleichzeitiger Abschaffung der zahlreichen Steuerbefreiungsmöglichkeiten. Zwar seien die Steuerreformvorschläge Kirchhofs "erheblich weitergehend" als die der Union, doch deckten sie sich bei der angestrebten Familienfreundlichkeit und Vereinfachung.

Kirchhof sei jetzt schon zur "Symbolfigur" dafür geworden, dass die Union "ernst macht mit der Steuerreform", sagte der CDA-Vize. Dies könne "nur nützlich sein". Weiß widersprach zudem der Kritik, dass das Unions-Kompetenzteam zu wenig sozialpolitisches Profil besitze.

Durch die Berufung des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU, Wirtschaft und Arbeit) und der niedersächsischen Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU, Familien- und Gesundheitspolitik) komme die "sozialpolitische Komponente voll zum Ausdruck".



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