Union Stoiber bedauert seine Ost-Schelte

CSU-Chef Stoiber hat sich erstmals indirekt für seine umstrittenen Äußerungen über das Wahlverhalten der Ostdeutschen entschuldigt. Wenn diese als pauschale Kritik aufgefasst worden seien, "bedauere ich das ausdrücklich", sagte er laut einem Zeitungsbericht.


Berlin - Ihm sei es darum gegangen, vor der Wahl der "Linkspopulisten" zu warnen, sagte er einem Bericht der "Welt" zufolge. Wahlforscher sagten, sein Angriff auf die Linkspartei und deren Wähler sei taktisch erfolgreich gewesen, habe Stoiber aber persönlich geschadet. "Wenn das so ist, muss ich das im Interesse der Sache hinnehmen", sagte Stoiber.

Der bayerische Ministerpräsident hatte auf einer Wahlkundgebung Anfang August gesagt, er könne nicht akzeptieren, "dass letzten Endes erneut der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird". Es dürfe "nicht sein, dass letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen".



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.