Festnetz und Handy Union und SPD wollen Zweijahresverträge verbieten

Bundesjustizministerin Katharina Barley geht gegen vermutete Kostenfallen vor: SPD und Union wollen künftig lange Vertragslaufzeiten untersagen. Profitieren könnten davon vor allem Handynutzer.

Bundesjustizministerin Katarina Barley
Michele Tantussi/ Getty Images

Bundesjustizministerin Katarina Barley


Generell sollten Verträge nur noch eine Laufzeit von höchstens einem Jahr haben: Bundesjustizministerin Katarina Barley will laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" lange Vertragslaufzeiten untersagen - besonders Handynutzer, aber auch Menschen, die einen Festnetzanschluss besitzen, könnten von dem Verbot profitieren.

Die Union befürworte das Vorhaben. "Dort, wo es - wie zum Beispiel bei Fitness- oder Telefonverträgen - notwendig ist, unterstützen wir Verbesserungen für den Verbraucher", sagte der CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke, zuständiger Berichterstatter der Unionsfraktion, der "FAS". Für Leistungen, die nur einmal jährlich ausgeführt werden, wolle er prüfen lassen, ob durch den Vorschlag aus dem Ministerium Nachteile für die Verbraucher entstehen.

Das Aus für Zweijahresverträge ist dem Bericht zufolge Teil eines Pakets, mit dem die Ministerin gegen vermutete Kostenfallen vorgeht. Neben der Begrenzung der Vertragslaufzeit richte sich das Vorhaben auch gegen unerlaubte Telefonwerbung und hohe Inkassokosten.

eth

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insgesamt 49 Beiträge
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Seite 1
gm-nk 31.03.2019
1. Warum immer Verbote?
Es genügt doch die Verpflichtung, auch 1-Jahresverträge anzubieten. Dann kann der Verbraucher selbst entscheiden.
Steuerzahler2012 31.03.2019
2. Wenn man mal keine Ahnung hat, einfach ....
Typisch für die Politik: wir verbieten etwas, ohne zu wissen, was die Konsequenzen sind. Ohne 2-Jahresbindung wird es schlicht teurer werden. Einfache Kalkulation. Aber davon verstehen die Dauerwahlkämpfee leider nichts. Lasst uns doch einfach mal in Ruhe mit dem Quatsch, ihr versteht doch nichts davon und dann geht es uns besser. Wir wollen mehr Freiräume und weniger undinnige Regulierung.
Markus Frei 31.03.2019
3. Verbot
Ich denke mal der Verbraucher ist Clever genug um Verträge abzuschliessen die für Ihn den grössten Nutzen haben. Man kann 2-Jahres-Verträge machen, oder monatlich kündbare ganz wie man möchte. Langfristige Verträge haben für die Unternehmen den Vorteil der Planungsicherheit und sind in der Regel günstiger wie kurzfristig kündbare Verträge.
Onkel Drops 31.03.2019
4. na kurz ein paar Perlen vor der EuWahl?
interessiert mich "bezahlten Bot" garnicht mehr. der Wahlfilter ist schon eingestellt : no Groko und no AFD... Piraten oder ganz links wird es wohl werden... die würden garantiert auch das oben genannt mal aus bremsen ohne mich vorher zu beleidigen. ( ungefilterte/ ungezahlte Meinung enthalten! )
fanasy 31.03.2019
5. mit der Pflicht
für einjährige Verträge spielen Sie den Unternehmen in die Hände. Einjahresvertrag 50,- EUR, 2 Jahre 70,- EUR! Greifen Sie zu!
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